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Hassduell Sturm vs. Zbik. Interviews

Am Freitag, 13. April,  verteidigt Felix Sturm seinen WBA-Titel gegen Sebastian Zbik (22.05 Uhr, Sat.1). Doppel-Interviews lehnten sie ab. In „Bild am Sonntag“ reden sie übereinander



BILD am SONNTAG: Herr Sturm, warum traf Ihre Gegnerwahl auf den ehemaligen Stallkollegen Sebastian Zbik?

Felix Sturm (33): Dieser Mann hat eine Menge Schwachsinn über mich verbreitet. Neben der sportlichen Herausforderung – ein deutsches Duell im Ring ist immer eine heiße Sache – möchte ich ihm Respekt beibringen. Respekt vor dem Champion.

Sie vermarkten sich selbst. Warum nennen Sie den Kampf „Bad Blood“?

Weil es außer einem kurzen Hallo und Tschüs zwischen uns nie was gegeben hat. Ich zahle ihm jetzt eine große Börse. Mehr wird er wohl nie wieder verdienen.

Was macht Sie siegessicher?

Zbik ist ehrgeizig, hat aber noch nie überragend gekämpft. Er ist ein guter Techniker. Ab Runde 4 oder 5 wird er aber merken, dass er meinem Druck nicht standhalten kann. Wille und hohes Tempo sind dann entscheidend – und sein Wille wird brechen wie Glas! Allein nur eine große Schnauze zählt dann nichts mehr.

Sie haben Ihren WBO-Titel 2004 umstritten verloren, Zbik ging es 2010 in Los Angeles genauso. Kann man diese Fights vergleichen?

Nein! Mein Gegner war Superstar De La Hoya. Ich lag klar nach Punkten vorn, doch De La Hoya hatte schon einen Millionen-Vertrag für den Folgekampf gegen Hopkins in der Tasche. Dazu fehlte nur mein WM-Titel. Ich hatte keine Chance.

Und Zbik?

Er bekam seinen WBC-Titel am Grünen Tisch. So war es nur ein Mickey-Mouse-Titel! Und dann hat er ihn gegen Julio Cesar Chavez jr. wieder verloren – und zwischen Chavez und De La Hoya liegen Welten.

 

Herr Zbik, Sie stehen am 13. April gegen Felix Sturm nach über neun Monaten wieder im Ring. Gut, dass es gleich wieder um eine WM geht?

Sebastian Zbik (30): Klar, ich freue mich. Es geht mir aber gar nicht um den Titel. Ich will nur siegen.

Bitte?

Den Titel, den Sturm hat, trägt er zu Unrecht. Superchampion wird man normalerweise erst nach zehn erfolgreichen Titelverteidigungen. Die hatte er lange nicht. Sturm nennt sich doch nur Superchampion. Zudem läuft er seit drei Jahren einer Pflichtverteidigung davon.

Das Kampfmotto lautet „Bad Blood“. Fließt wirklich böses Blut?

Schon damals, bevor sich Sturm gerichtlich von Universum getrennt hat, war er einer, der gerne Extra-Würste einforderte. Er war nie ein Team-Player, passte in keine Trainingsgruppe. Mich wundert bis heute, warum mein Ex-Trainer Fritz Sdunek sich von Sturm anheuern ließ.

Warum gewinnen Sie?

Die letzten beiden Kämpfe von Sturm waren schwach. Nicht nur für mich hat er gegen den Briten Macklin verloren. Danach war es auch gegen Murray knapp. Wir wissen genau, wo seine Schwächen liegen, werden das gnadenlos ausnutzen. Ich werde ihn pulverisieren!

Psychologisch greifen Sie Sturm auch an...

Weil er mit Kritik nicht umgehen kann. Er hat nur Ja-Sager um sich versammelt. Wer gegen ihn argumentiert, fliegt raus. Wie zuletzt sogar Axel Schulz als Sat-1-Experte. Das zeigt, dass Sturm sehr dünnhäutig geworden ist. Jetzt bekommt er endlich mal einen richtig guten Gegner vor die Fäuste. Da allerdings wird eine dicke Haut nicht viel nutzen.

  




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