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Sturm bleibt WBA-Superchampion

14.04.2012 - WBA-Superchampion Felix Sturm (37-2-2, 16 K.o.’s) hat seinen Titel erfolgreich gegen seinen ehemaligen Stallkollegen Sebastian Zbik (30-2, 10 K.o.’s) verteidigt. Das Publikum in der Kölner Lanxess Arena bekam einen temporeichen Kampf auf hohem Niveau zu sehen, bei dem Herausforderer Zbik nach einem eigentlich guten Beginn dem hohen Tempo Tribut zollen musste und nach der neunten Runde, nach Punkten klar zurückliegend, aufgab.

Zbik startete ungemein aggressiv in die erste Runde, Sturm hatte noch Probleme, mit seinem Jab das Geschehen zu kontrollieren. Auch in der zweiten Runde brachte Zbik einige gute Kombinationen, Sturm hatte in der Halbdistanz sichtbare Nachteile.

Ab der dritten Runde stellte Sturm aber zunehmend die richtige Distanz her und begann, mit seiner Führhand den Kampf zu kontrollieren. Zbik schlug vermehrt auf die Deckung und ließ mit der Schlagfrequenz deutlich nach. Zbik versuchte in der fünften Runde immer wieder den Uppercut, wirkte aber nicht mehr so explosiv wie in den Anfangsrunden. Sturm traf auch einige Male zum Körper und setzte die klareren Treffer.

Die Rechte von Sturm fand ab der sechsten Runde immer öfter ihr Ziel, Zbik blieb zu oft vor seinem Gegner stehen und konnte den Schlägen des Weltmeisters daher nicht ausweichen. Die siebte Runde war wieder etwas ausgeglichener, die besseren Treffer kamen aber kurz vor Ende von Sturm. In der achten Runde bäumte sich Zbik zwar noch einmal auf, er konnte den Druck aber nicht über drei Minuten aufrechterhalten.

In der neunten Runde wirkte Zbik bereits ziemlich ausgepowert und fing sich einige klare Treffer von Sturm ein. Dass Zbik aber in der Pause zur zehnten Runde aufgeben würde, kam aber für viele überraschend, da der Schweriner in seinem letzten Kampf gegen Julio Cesar Chavez Jr. so viel Kampfgeist bewiesen hatte. Nach Punkten lag Zbik zu diesem Zeitpunkt aber schon klar zurück, ein Knockout wäre angesichts seines fehlenden Punchs nur wenig realistisch gewesen.

“Das war Werbung für den Boxsport”, sagte Sturm, der nach zwei knappen Kämpfen in Folge heute wieder eine souveräne Leistung gezeigt hatte, im Sat.1 Interview. “Wir haben es fair ausgetragen, das war kein schmutziger Kampf.  Sebastian hat sich gut bewegt, war sehr variabel. Es dauerte ein bißchen, bis ich in den Kampf reinfand und Druck ausüben konnte. Das war bestimmt einer meiner schwierigsten Kämpfe. Ein Wort ergibt das andere, das hat dem Kampf den Zündstoff geliefert. Ich bin einfach glücklich, das war ein toller Kampf.”

Ob es für Zbik nach dieser deutlichen Niederlage eine boxerische Zukunft gibt, wird man sehen. “Niemand ist so enttäuscht wie ich”, so der Universum-Boxer. “Ich konnte anfangs gut mithalten. Felix hat mich hinten raus aber klar geschlagen. Ich hoffe, dem Publikum hat es gefallen, Glückwunsch an Felix.”

© adrivo Sportpresse GmbH 




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