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Yves Studer tritt ungeschlagen zurück

Yves Studer, Klasseboxer und echter Patriot, wirft das Handtuch


Bern, 1. Mai 2011Yves Studer hängt die Boxhandschuhe an den Nagel. Der 29-Jährige, in Freiburg geboren und in Bern wohnhaft, tritt ungeschlagen ab.

Studer hat in seiner Profikarriere bei zwei Unentschieden 27 Kämpfe gewonnen (6 durch K.o.) und drei verschiedene Gürtel erkämpft. Der Mittelgewichtler war Weltmeister des Verbands IBC und Meister der europäischen Nicht-EU-Staaten, zudem holte er am 26. Dezember 2011 den Ost-West-Europa-Titel der IBF. Mit diesem Palmarès ist Studer der erfolgreichste Schweizer Profiboxer seit zwanzig Jahren. 

Studer musste sich Ende Januar einer Ellbogenverletzung unterziehen. Doch der gewünschte Erfolg ist ausgeblieben; es wird ein weiterer Eingriff nötig sein. "Die Ellbogenverletzung ist der Auslöser, aber letztlich nicht der ausschlaggebende Grund für meinen Rücktritt", sagt er. Der Athlet der Berner Boxing Kings ist frustriert, dass Anfang Jahr der WM-Kampf gegen den australischen IBF-Weltmeister Daniel Geale aus finanziellen Gründen platzte. Studer spricht von „einem vernünftigen Entscheid. "Mittlerweile bin ich müde, erschöpft. Ich spüre die Belastung, die ich meinem Körper in den letzten 20 Jahren zugemutet habe".“ Studers Manager Daniel Hartmann sagt, er sei konsterniert, habe für den Entscheid aber Verständnis. „Yves reiht sich in die Gilde der ganz grossen Schweizer Boxer ein.“

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SwissBoxing dankt Yves Studer an dieser Stelle für alles, was er für den Schweizer Boxsport geleistet hat. Yves war nicht nur ein sehr erfolgreicher Sportsmann, sondern ein leuchtendes Vorbild für die Jungen. Es ist zu hoffen, dass er dem Boxsport in irgend einer Funktion erhalten bleibt. JS

 




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