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Boxstall Universum wird zwangsversteigert

03.09.2012 - Der einst größte Boxstall Europas steht vor dem endgültigen Knockout. Die Universum Box-Promotion unter ihrem neuen Besitzer Waldemar Kluch muss die Zwangsversteigerung ihres Trainingsdomizils in Hamburg-Lohbrügge hinnehmen. Der Gerichtsbeschluss ist am 6. August in Kraft getreten.

"Ich warte bis heute auf 80 Prozent der Kaufsumme für Universum", erklärt der frühere Universum-Chef Klaus-Peter Kohl. "Ich habe mich getäuscht wie nie in meinem Leben", sagte Kohl über Kluch, dem er seinen Boxstall im Juli 2011 nach 25 Jahren verkauft hatte.

Kluch, ein in Kasachstan geborener und 1971 in die Heimat seiner Vorfahren übergesiedelter Deutscher, erzählt in der Öffentlichkeit, Kohl habe ihn betrogen. Boxer Jürgen Brähmer und Cheftrainer Michael Timm haben das Unternehmen bereits verlassen, die angestellten Boxer wie auch Verbände warten seit Monaten auf ihr Geld. Ex-Weltmeister Sebastian Zbik hat Kluch verklagt, weil seine Börse in Höhe von 250.000 Euro aus dem Kampf gegen Felix Sturm einbehalten worden ist.

Die Kaufsumme für den Universum-Stall soll bei rund 1,5 Millionen Euro liegen. Zunächst habe Kluch um Zahlungsaufschub bis März dieses Jahres gebeten. "Seit April hat er nie wieder mit mir gesprochen", sagte Kohl. Den Geschäftsmann erregt zudem Kluchs Behauptung: Kohl wollte den russischen Boxer Dennis Boizow für 2,5 Millionen Euro an den US-Stall Golden Boy verkaufen. "Im Gegenteil, ich habe mit Boizow einen festen Fünfjahresvertrag ohne die angeprangerte Optionsklausel gemacht." Deshalb steht für Kohl fest: "Der Mann ist ein Lügner." - dpa




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