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Drei-Seiten-Angriff auf Klitschko

28.09.2012 - Bei der Box-WM in Hamburg werden die nächsten Gegner von Wladimir Klitschko ermittelt. Im Hauptkampf trifft Titelträger Powetkin auf Ex-Weltmeister Rahman. Der Sauerland-Stall plant allerdings einen Angriff von drei Seiten auf den Weltmeister. Streitpunkt könnten dagegen die TV-Übertragungen werden.

Bei Wladimir Klitschko stehen die Rivalen Schlange. Am 10. November versucht sich der 2,02 Meter große Pole Mariusz Wach an dem ukrainischen Dreifach-Champion, um ihm dessen Gürtelsammlung abzuknöpfen. Im Frühjahr wollen der Russe Alexander Powetkin aus dem Sauerland-Stall oder der Amerikaner Hasim Rahman der Nummer eins an die Wäsche. Wer von den beiden Schwergewichtlern Klitschko als Pflichtgegner herausfordern darf, klären sie am Samstag (22.15/ARD) in der Sporthalle Hamburg. Dabei dreht sich alles um den WBA-Gürtel, den Powetkin besitzt. Klitschko ist WBA-Superchampion.

Damit nicht genug. In einem weiteren Hamburger Kampf geht es um die Schwergewichts-Europameisterschaft. Darin stehen sich der Sauerland-Bulgare Kubrat Pulew und der 140-Kilo-Russe Alexander Ustinow gegenüber. Der Sieger erhält zusätzlich zum EM-Gürtel den Titel internationaler IBF-Meister. Als solcher hat er das Recht, irgendwann den IBF-Champion herauszufordern. Auch der ist Wladimir Klitschk

Sauerland-Stall plant den Großangriff

Das Ende der Warteschlange ist aber noch nicht erreicht. Sauerland hat einen weiteren Mann im Rennen: Robert Helenius. Der Schwede, der zuletzt wegen Krankheit pausierte, soll sich bei der WBO in Stellung bringen, um den dortigen Weltmeister herauszufordern. Der heißt natürlich Wladimir Klitschko. Geradezu stabsplanmäßig kreisen Vater Wilfried und Sohn Kalle Sauerland den Titelhamster Klitschko ein. "So haben wir drei Chancen auf die WM und sorgen für Top-Kämpfe", sagt Manager Wilfried Sauerland. "Warum sollte nicht ein Versuch sitzen? Außerdem können sich so die Fernsehsender besser einigen."

Da die Klitschkos ausschließlich von RTL übertragen werden und die Sauerland-Kämpfer vertraglich an die ARD gebunden sind, ist das Hauen und Stechen um die Senderhoheit programmiert. "Bei drei Kämpfen kann man sich wunderbar einigen: zwei da, einer da. Eine vorteilhafte Situation für alle", meint Sauerland senior.

"Man sollte keine schlafenden Hunde wecken"

Im Hauptkampf will Powetkin (24 Kämpfe, 24 Siege) mit seinem neuen Trainer Kostya Tszyu, dem früheren Halbweltergewichts-Weltmeister, Fortschritte nachweisen. "Wir haben uns um 40 Prozent verbessert", schwört Tszyu. Der 39 Jahre alte Gegner Rahman (60 Kämpfe, 50 Siege) hat schon mit den Legenden Lennox Lewis und Evander Holyfield im Ring gestanden. Weil ihn das Powetkin-Lager wegen seines damaligen Übergewichts verspottet hatte, drohte Rahman-Manager Greg Cohen: "Hasim wurde respektlos behandelt. Man sollte keine schlafenden Hunde wecken." Immerhin soll der Ex-Weltmeister fast 20 Kilogramm abgenommen haben. Ob das aber für einen erneuten Titelgewinn reicht? Wladimir Klitschko hat sich bereits festgelegt: "Wenn Powetkin verliert, wäre das enttäuschend." - eurosport

  




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