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FC Aarau beim BC Aarau im Training

Der FC Aarau gibt im Boxring dem Gegner auf den «Gring» 

11.01.2013 - Die Spieler des FC Aarau gehen fremd – machen aber auch als Boxer gute Figur. In zwei Training mit dem Boxclub Aarau verbesserten sie ihre Technik, arbeiteten an der Deckung und trafen ab und zu ins Ziel. Fast so wie beim Fussball.

von Ruedi Kuhn, Aargauer-Zeitung 

Waren Sie schon mal im Boxkeller von Robert Nyfeler an der Kasinostrasse 19 in Aarau? Nein? Ein Besuch lohnt sich. Der Eingang ist im Hinterhof. Es wird dunkel, fast unheimlich. Eine Tür noch – und von einem Moment auf den andern ist der Alltag wie weggeblasen. Der grosse Raum mit einem Boxring mit weissen Seilen, vielen Sandsäcken und Schlagbällen macht Eindruck.

Auffallend ist eine rote Leuchtschrift mit den drei Worten «Du bist unschlagbar». An einer Wand hängt ein Plakat mit dem grossen Champion Muhammad Ali. Erinnerungen an Alis grossen Fight gegen den Erzrivalen Joe Frazier werden wach. Am 1.Oktober 1975 war es, als sich die zwei auf den Philippinen während 15 Runden buchstäblich die Köpfe eingeschlagen haben. Der Kampf war ein Spektakel der Extraklasse und ging als «The Thrilla in Manila» in die Geschichte ein.

Clevere Deckung ist besser

38 Jahre später geht auch im Aarauer Boxkeller die Post ab. Die Aarauer Spieler Sandro Burki, Alain Schultz, Daniele Romano, Igor Nganga, Dante Senger, Remo Staubli, Florian Berisha, Davide Callà und Artur Ionita lernen das Abc des Boxens. Und merken schnell: Schlagen ist gut, eine clevere Deckung ist besser. Urs Keller bringt den Kickern die Grundtechnik bei und gibt klare Anweisungen.

Der Präsident des Boxclubs Aarau kommt mit seiner lockeren und spielerischen Art bei den FCA-Profis gut an, ja er weckt beim Einen oder Andern sogar die Begeisterung. Burki hat sich nach dem Schnuppertraining sogar kurz überlegt, ob er die Sportart wechseln soll. «Boxen macht Spass», sagt der Captain. «Für mich war es eine willkommene Abwechslung.» 

Ali hätte seine helle Freude gehabt

FCA-Trainer René Weiler ist es mit dem Abstecher in eine «fremde Welt» gelungen, seine Mannschaft bei Laune zu halten. Es ist kein Zufall, dass er den Spielern das Boxen nähergebracht hat. Weiler mag keine Weicheier. «Berufsfussballer müssen sich eines immer vor Augen halten», sagt er. «Sie haben einen wunderschönen Beruf, müssen für den Erfolg aber bereit sein, neue Wege zu gehen. Beim Boxen lernen sie Angst abzubauen und die Konzentration hochzuhalten. Zudem werden Schnellkraft und Aggressivität gefördert.» Im Boxen ist es wie im Fussball. Wer im richtigen Moment zuschlägt, der gewinnt. So wie der FC Aarau. Muhammad Ali jedenfalls hätte an Burki und Co. seine helle Freude gehabt. 




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