News

Es ist uns eine Ehre ...

Daniel Hartmann, Box-Aficionado und Besitzer des "Boxing Kings Club" stellte für die gestrige Medien-Pressekonferenz von SwissBoxing in verdankenswerter Weise seine Location zur Verfügung und eröffnete die PK mit einem interessanten Statement, das den Besuchern von swissboxing.ch nicht vorenthalten bleiben soll. (JS)

Daniel "Dänu" Hartmann (l.) mit SwissBoxing-Präsident Andreas Anderegg

Sehr geehrte Medienschaffende, geschätzter Präsident und Verbandsrat, liebe Boxer und Trainer, ein herzliches Willkommen im Boxing Kings Club!

Es ist uns eine Ehre und ein Privileg, den ersten Anlass im Rahmen des Jubiläums von SwissBoxing durchzuführen. Ein Anlass, den SwissBoxing und Boxing Kings als Gastgeber, exklusiv für die Medien und ihre Vertreter geschaffen haben.

100 Jahre Boxen in der Schweiz - 100 Jahre Boxgeschichte, 100 Jahre faszinierender Sport. Eine Faszination, die ihren Ursprung in neuerer Zeit in England nahm, sich mit den Auswanderungswellen in den USA ausbreitete und entwickelte, um dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts über Frankreich die Schweiz und ganz Europa zu erobern.

Zu dieser Faszination eine kleine Geschichte, die sich kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert ereignete:

Mr. Mooney ein Postangestellter und Amateurboxer hatte gerade einen starken Boxer einer Schwedischen Delegation besiegt, als ihn sein Bruder - ein Reporter -dem amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt im „Weissen Haus“ vorstellte. Der Präsident sprang von seinem Stuhl auf und griff  Mooney’s Hand: „Ah! Der Bursche der Von Lindgren besiegte!“ Roosevelt zog seinen Gehrock aus, hüpfte in die Mitte seines Büros, nahm eine Boxstellung ein und sagte: „Komm mein Junge, zeig mir, wie du es gemacht hast! Komm, zeig mir den Schlag!“ Der Junge tätschelte Roosevelt ein paar Mal leicht aufs Kinn. „Nein, nein, nicht so!“ donnerte der Präsident. „Gib das Feuer frei! Schlag mich so hart, wie du Von Lindgren geschlagen hast!“

Mooney tat wie ihm befohlen, holte aus und schlug zu. Der Präsident taumelte rückwärts und stürzte zu Boden. „Das ist es, das ist es!“ Roosevelt freudig. „Jetzt will ich es an dir versuchen!“ Präsident und Mooney hauten eine Weile aufeinander ein, bis Roosevelt plötzlich rief: „I’ve got it“, das ist der Schlag, den ich lernen wollte. Den probiere ich jetzt an einigen Kabinettsmitgliedern aus!“

Theodor Roosevelt war und ist nicht allein mit seinem Faible fürs Boxen: Ernest Hemingway, Norman Mailer, Berthold Brecht, Frank Sinatra, Jack Nicolson, Angelina Jolie und und und ... bis hin zum amtierenden Stadpräsidenten von Bern, Alexander Tschäppät.

Warum diese Faszination fürs Boxen? Eine Faszination, die sich auch in der Schweiz seit hundert Jahren durch alle sozialen Schichten zieht? Ist der Grund jener, wie ihn Schauspieler Omar Epps formuliert: „Boxen ist für mich der Anfang allen Sportes.  Ich würde wetten, der erste Sport war ein Kampf Mann gegen Mann. Und das ist etwas, das uns allen angeboren ist.“

Oder ist es vielmehr so, wie es die Schriftstellerin Joyce Carol Oates ausdrückt: „Boxen ist in seinen intensivsten Momenten ein so ungebrochenes und so machtvolles Bild des Lebens – seiner Schönheit, seiner Verletzlichkeit und Verzweiflung, seines unberechenbaren und oft selbstzerstörerischen Muts –, dass es das Leben selbst ist und kaum ein bloßer Sport.

 

 




Weitere News


© 2018, Swiss Boxing Federation