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100 Jahre SwissBoxing



Heute vor 100 Jahren wurde die Fédération Suisse de Boxe gegründet

 

Heute vor genau 100 Jahren, am 16. Februar 1913, wurde in Genf die Fédération Suisse de Boxe, der Schweizerische Boxverband, gegründet. Interessanterweise war jener Tag ebenfalls ein Samstag, wie ein Blick in den Kalender zeigt. Auf der Suche nach den Wurzeln von SwissBoxing hat sich Daniel Hartmann, Präsident der Boxing-Kings in Bern, als ausgezeichneter Spurensucher erwiesen. Gegen Ende des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts – im Jahr 1908 – verzeichnete der Boxsport in Paris einen grossen Aufschwung. An vorderster Front veranstaltete der Schweizer Ex-Weltmeister Frank Erne in Paris zusammen mit einer französischen Gruppe die grössten und spektakulärsten Box-Events. In der Folge schwappte das Boxen in die Westschweiz über und in Genf und Lausanne wurden die ersten Boxclubs gegründet. Bereits im Jahr 1909, also vier Jahre vor der Verbandsgründung, wurden die ersten Schweizermeisterschaften durchgeführt. Ab 1912 boomte das Boxen in der ganzen Schweiz. Wie alten Zeitungsausschnitten zu entnehmen ist, fand am 7. Dezember 1912 eine konstituierende Versammlung statt, auf die am 16.Februar 1913 die Gründungsversammlung folgte. Daran nahmen Vertreter von Clubs aus Genf und Bern teil, die Vereine aus Biel, Fribourg und Winterthur hatten sich schriftlich entschuldigt.

Meilensteine wie ein 100-Jahr-Jubiläum geben Anlass, um inne zu halten, zurück zu schauen, eine Standortbestimmung vorzunehmen und einen Ausblick zu wagen. In diesem Sinne wollen wir alle gemeinsam das Jahr 2013 mit einer Vielzahl an Aktivitäten auf heimischem Boden feiern. So finden neben den ordentlichen Schweizermeisterschaften von Elite, Damen und Jugend sowie den Regionalmeisterschaften nicht weniger als sechs Länderkämpfe mit dem SwissBoxingTeam statt. Ebenso der SwissBoxing Nationen-Cup mit Boxerinnen und Boxern aus vier Ländern. Daneben wird an zwei Orten ein Tag des Fitnessboxens durchgeführt. In Planung ist zudem eine Schweizer Meisterschaft im Profiboxen, kombiniert mit einem Einsatz des SBT. Ein gesellschaftliches Ereignis wird am 20. April die Jubiläums-Delegiertenversammlung mit anschliessender Jubiläumsfeier sein. Ein besonderer Höhepunkt wird die Chronik darstellen, die im ersten Halbjahr veröffentlicht wird und deren Herstellung Ueli Adam koordiniert. Ich bin überzeugt, Sie werden überrascht sein angesichts der Vielfalt der Beiträge in dieser Schrift. Diese dokumentieren einerseits interessante Ereignisse und wichtige Stationen, andererseits reflektieren sie auch die gute Verfassung unserer kleinen, aber stets lebendigen Box-Familie.

Boxen gilt hierzulande als Randsportart und ist für viele nur dann ein Thema, wenn ein so genannter „Mega-Event“ mit einem internationalen Titelkampf im Profiboxen stattfindet - wenn Fernsehkameras auf einen Boxring fokussiert sind, der von elegant gekleideten Damen und Herren umrahmt ist. Zwar sind diese "grossen Fights" unbestritten die Leuchttürme in unserem Sport - der Boden auf dem sie stehen, wird aber durch die über 80 Clubs mit den unzähligen ehrenamtlich tätigen Helferinnen und Helfern bereitet. Viele von ihnen engagieren sich seit Jahrzehnten abseits der Öffentlichkeit für das „Fechten mit der Faust“ und damit sind sie Teil der Basis unseres geliebten Sports. Ihnen allen gebührt dafür ein spezieller Dank!

Und ganz zum Schluss: Gemeinsam mit Ihnen freue ich mich auf die umfangreichen Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2013!

 

Herzlichst

Andreas Anderegg

Präsident SwissBoxing

 

 




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