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SwissBoxingTeam putzt Italiener weg

Bericht von Andreas Anderegg, Fotos: Moritz Hager

17.03.2013 - Das SwissBoxingTeam holt beim zweiten Länderkampf in diesem Jahr den zweiten Erfolg. Der Sieg über das Team aus Parma I mit 12:0 Punkten in Zürich täuscht allerdings, mussten sich die Südländer in einzelnen Kämpfen doch nur ganz knapp geschlagen geben.

Die rund 500 Zuschauer im Sihlhölzli kamen beim zweiten Einsatz des SwissBoxingTeams auf heimischem Boden in diesem Jahr in den Genuss eines breit gefächerten Programms. Nicht weniger als neun Vorkämpfe standen auf dem Programm bei der Veranstaltung, die vom Box Club Zürich im Rahmen der Box Series Zürich durchgeführt wurde.
 

Meuli boxt überlegt

Im ersten der sechs Kämpfe des SwissBoxingTeams traf der St.Galler Zino Meuli im Halbweltergewicht auf Vitalie Spino. Das Gefecht gegen den gehörlosen aber überaus schlagstarken Boxer aus Italien hatte der überlegt boxende Meuli jederzeit im Griff. Das Verdikt fiel mit 21:9-Punkten zugunsten des Schweizers denn auch klar aus.


Nikq knapp vorne

Der Zürcher Kreshnik Nikq (Zürich) im Mittelgewicht hatte mit seinem dunkelhäutigen Gegner seine liebe Mühe, boxte der Italiener doch oft provozierend mit herunter hängenden Fäusten, um im nächsten Moment den Gegner mit blitzschnellen Aktionen mit Schlägen einzudecken. Diese Aktionen behagtem dem Schweizer sichtlich nicht, es gelang ihm aber dennoch, das Kampfdiktat an sich zu reissen. Zum Schluss resultierte ein 13:12-Erfolg des Schweizers.
 

Maliqai mit starkem Endspurt

Ein hartes und überaus attraktives Gefecht lieferten sich Egzon Maliqai (Gebenstorf) und der Italiener Marcello Gravazzi im Weltergewicht. Nach zwei ausgeglichenen Runden mit mehrfach offenem Schlagabtausch konnte Maliqai in der dritten Runde noch weiter zusetzen, derweil sein Gegner mit teilweise unsauberen Mitteln sein Glück versuchte. Mit einem mehrfach zu tiefen Abducken handelte sich der Italiener in der Schlussrunde prompt noch eine Verwarnung ein, so dass das Urteil mit 16:13 zugunsten des Schweizers am Ende recht deutlich ausfiel.

Smajli erteilt Boxlektion

Der Zürcher Halbschwergewichter Uke Smajli und der Italiener Stefano Failla lieferten sich einen attraktiven Kampf, bei dem der Einheimische immer eine Hand mehr im Ziel hatte. Dem Italiener gelang es nie, Smajli das Kampfdiktat zu entreissen und entsprechend war der die meiste Zeit im Rückwärtsgang. Das Ergebnis von 32:11 zugunsten des Schweizers ist denn auch selbsterklärend.

Barzinje mit Punktsieg

Nawshirwan Barzinje und der Italiener Mattia Bezzon im Supreschwergewicht schlugen ein für diese Gewichtsklasse hohes Tempo an und schenkten sich nichts. Beide waren sehr beweglich, allerdings vermisste man die für diese Gewichtsklasse harten Treffer. Eine Handverletzung des Italieners führte in der dritten Runde dann zum Kampfabbruch, wobei die Punktewertung einen 12:6-Sieg zugunsten von Barzjnie ergab.
 

Faraci ungefährdet zum Sieg

Im letzten Kampf des Abends boxte der Badener Mittelgewichtler und U22-EM-Bronzemedaillengewinner Davide Faraci den Italiener Kourouma Salaim sauber mit 25:7 Punkten aus. Der untersetzte Italiener versuchte ständig, die Geraden von Faraci zu unterlaufen, meistens aber erfolglos. Der Kampf setzte einen attraktiven Schlusspunkt unter den Kampfabend.
 

Prominenz am Ring

Zu erwähnen sind die guten Leistungen der Offiziellen, die mit wenigen Ausnahmen einstimmige Punktergebnisse brachten. Mit im Team aus Italien waren auch prominente Sportler: Dazu gehörten der Box-Olympiasieger im Jahr 1960 in Rom im Schwergewicht, Franco De Piccoli, sowie der frühere WBC-Cruisergewichtsweltmeister Giacobbe Fragomeni.

 

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