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Meeting Ascona. Der Bericht

Machte mit dem Ungaren Viktor Szala kurzen Prozess: Andrija Petric
 
Bericht von Andreas Anderegg

25.10.2009 - Die Profis Andrija Petric, Nicole Boss und Nasi Hani landeten vor rund 500 Zuschauern überzeugende Siege in Ascona, ebenso der Spitzenamateur Ricardo Silva Ramos. Unter den Erwartungen blieb der Hauptkampf mit dem ehemaligen Intercontinental-Meister Luca Messi, der sich nach acht Runden gegen den Marrokaner Abdelouahed Ben Lelly im Mittelgewicht als Punktsieger feiern lassen konnte (79:72, 77:75, 77:74).

Zwar war dieser Schlusskampf spannend, doch war der Marrokaner technisch limitiert und musste von Ringrichter Fabian Guggenheim auf Grund der unsauberen Kampfweise zwei Mal verwarnt werden. So duckte sich der Afrikaner unter die Gürtellinie seines Gegners ab, obwohl er seinem Widersacher körperlich überlegen war. Im anderen Fall mündete sein wiederholtes Klammern in einer Verwarnung. Beim Schlussgong gab es deshalb keinen Zweifel, dass Messi den Sieg nach Hause tragen wird. Nichts anbrennen liess der Cruisergewichter Andrija Petric, der mit dem Ungaren Viktor Szalai kurzen Prozess machte. Zwar konnte der etwa gleich grosse Rechtsausleger aus dem Osten Europas die erste Runde optisch ausgeglichen gestalten, danach diktierte aber der von Trainer Federico Beresini optimal eingestellte Petric das Kampfgeschehen. Er liess seinem Kontrahenten zunehmend weniger Raum und ein Körpertreffer in der 3. Runde beendete das ungleich gewordene Gefecht mit einem Ko. Noch schneller ging es bei Nicole Boss. Die von ihrem Trainer Bruno Arati hervorragend eingestellte Bernerin legte gleich nach dem ersten Gong los wie die Feuerwehr und liess der Rumänin Nicoletta Cortinea keine Chance. Schliesslich wurde der Kampf bereits in Runde eins beendet, respektive abgebrochen. Cortinea war völlig überfordert und war sichtlich froh über das Ende. Nasi Hani aus Bern schliesslich hatte im Cruisergewicht am Ghanesen Michael Achiaw, einem Muskelpaket auf zwei Beinen, hart zu beissen, ehe er nach sechs Runden einen Punktsieg feiern konnte. Den fünften Profikampf an diesem Abend bestritt der Ungarische Mittelgewichtler Istvan Szili gegen den Itaiener Fares Sahawneh, wobei der Mann aus dem Osten nach dem technisch sauberen Gefecht nach sechs Runden das  bessere Ende für sich behalten konnte. Bei den Amateuren stand der Einsatz von Ricardo Silva Ramos (im Bild unten rechts) im Brennpunkt. Mit seiner grossen Beweglichkeit gepaart mit einem guten Auge sowie wachen Reflexen wies er den aufsässigen, körperlich untersetzten Italiener Osvaldo Gagliardi in die Schranken. Der Sieg des Schweizers in diesem spannungsgeladenen Gefecht war unbestritten.
 
 
Auffallend beim Kampfabend im Palestra Nueva in Ascona, der vom örtlichen Boxclub unter Leitung von Michele Barra hervorragend organisiert war, waren die Leistungen der Ringrichter. Fabian Guggenheim, Thomas Walser und Jörg Mangott übten ihre Tätigkeit auf einem qualitativ hohen Niveau aus. Aufmerksame Gäste am Ring waren Lokalmatador Roberto Belge, der nach seiner Schulteroperation eine Pause einlegen musste, dessen Trainer Patrizio Oliva, seines Zeichens Olympiasieger im Jahr 1980 in Moskau, sowie Daniel Hartmann, Manager der Boxing Kings.



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