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Internationales Boxmeeting in Martigny

Gregor Stadelmann

02.06.2014 - Es war eine gelungene Boxveranstaltung, welche am Samstag in Martigny durchgeführt wurde. Boxer aus der Schweiz, Italien und dem Kosovo zeigten gute Kämpfe. Für Glanzlichter sorgten Nationalkaderboxer Bernardino de Brito und Denis Nurja aus dem Kosovo. Die Realisierung eines solchen Events ist Präsident Philippe Abate und seinem Team hoch anzurechnen.

Der einzige Wehrmutstropfen war, dass der Profikampf zwischen Cedric Kassongo und Walid Abderrahmen nicht durchgeführt wurde. Eine Verletzung in der Vorbereitungsphase verhinderte einen Start von Kassongo.

64 KG Caroline Dousse BC Bulle vs. Marta Ripamonti Italien

Wie immer übte Dousse sofort Druck auf die Italienerin aus. Diese liess sich am Anfang beeindrucken. Im Verlauf des Kampfes stellte sich Ripamontin aber immer besser auf die Attacken der Schweizerin ein. Das Resultat war ein enges Gefecht, welches am Schluss durch die Punktrichter unentschieden gewertet wurde.

60 KG Bernardino De Brito SC Riviera Chablais vs. Francesco Grandelli Italien

Die Einlaufperformance von De Brito sorgte für Emotionen beim Publikum. So kopierte er mit einer Maske Bernhard Hopkins, welcher sich als „The Executioner“ einen Namen gemacht hat. Wie zu Hopkins spektakulärsten Zeiten im Mittelgewicht machte der Schweizer ab der ersten Minute Druck. Der Italiener erhielt sofort von seiner Ecke die Anweisung, auf den Körper zu schlagen und sich dann zu entziehen. Dies setzte Grandelli in der ersten Runde auch gut um.

Überzeugt mit seinen technischen Fertigkeiten: Bernardino De Brito (rechts, Archivbild)

Doch ab der zweiten Runde liess er sich mehr und mehr von De Brito stellen. Stellenweise schien der Kampf nun zu Gunsten von De Brito zu kippen, welcher immer wieder harte Kombinationen schlug. Doch der Italiener packte nun sein technisches Repertoire auch im Infight aus. Völlig spielerisch boxte er De Brito mit zwei, drei Händen an, um dann einen harten Treffer in eine Lücke der Deckung des Schweizers zu setzten. Anschliessend entzog er sich dem Gegenangriff. Am Schluss gewann der Italiener einstimmig. Bezüglich De Brito bleibt die Einsicht, dass er jedes Boxmeeting mit seinen Kämpfen aufwertet.

69 KG Luis Porcu Italien vs. Denis Nurja Kosovo Pristina

Es war ein toller Kampf, welchen Porcu und Nurja dem Publikum zeigten. Während der Boxer aus dem Kosovo sehr variabel und hart schlug, boxte der Italiener aus einer kontrollierten Defensive heraus. Als Nurja in der letzten Runde konditionelle Probleme bekam, wurde Porcu stärker. Doch der Schlussspurt reichte nicht. Der Boxer aus dem Kosovo wurde als Sieger ausgerufen. Ein Vergleich mit unseren Boxern des Swiss Boxing Teams, Maliqaj oder Khudedda, wäre sehr interessant gewesen.

75 KG Tcharles Per Mendes BC d'Octodure vs. Fuat Zenuni BC Aarau

Per Mendes startete fulminant in die erste Runde. Immer wieder landete der rechte Haken am Kopf des Aarauers. So wurde Zenuni in der ersten Runde auch angezählt. Ab der zweiten Runde schien Zenuni konditionell stärker zu sein. Jedoch nutzte er diesen Vorteil nicht genügend. Immer wieder konnte er zwar Punkte für sich verbuchen, aber auch der Boxer aus dem Wallis landete einzelne klare Hände. Am Schluss entschieden sich die Punktrichter durch Mehrheitsentscheid für Per Mendes.

57 KG Eva Abate BC d'Octodure vs. Arianna Giulia Delaurenti Italien

Die Italienerin zeigte ab der ersten Minute, dass sie eine gute Ausbildung genossen hatte. Mit einer hervorragenden Beinarbeit überbrückte sie blitzschnell die Distanz, schlug ihre Aktion und ging dann wieder aus der Aktion hinaus. Abate arbeitete sich aber mehr und mehr in den Kampf hinein und die Deckungsarbeit der Italienerin liess nach. Nun hatten beide Boxerinnen ihre Momente und klare Treffer. Am Schluss sahen die Punktrichter ein Unentschieden.
 

Westschweizermeisterschaften 2014

02.06.2014 (JS) Bekanntlich konnte in Versoix wegen der grossen Teilnehmerzahl nur ein Teil der Finalkämpfe ausgetragen werden. Von den nicht ausgeboxten 14 Finalkämpfen wurden am letzten Samstagnachmittag in Martigny 6 Finalkämpfe „erledigt“, wobei 3 Kämpfe wegen Nichtantreten des Gegners mit WO (Walk Over) gewertet wurden. Die restlichen Finalkämpfe werden im Laufe des Jahres an Boxveranstaltungen in der Romandie ausgetragen. Verantwortlicher Koordinator hierfür ist Dominique Barcellona, Mitglied der Technischen Kommission von SwissBoxing.




 




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