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SBT in Wiener-Neustadt

Zwei Kämpfe - Zwei Siege - Aber etwas zuviel Pech für Schweizer Mannschaft am EUBC-Turnier in Wiener Neustadt
 

Nach zwei super Halbfinalkämpfen am Freitag, welche die beiden SBT Boxer Zino Meuli und Angel Roque unumstritten als Sieger beendeten, fallen leider beide Sportler verletzungs-bedingt am Finaltag aus.

Benjamin Jagel

08.09.2014 - Zino Meuli traf in seinem Halbfinalkampf am Freitagabend auf Mikkel Nielsen, den aktuellen Dänischen Meister in seiner Gewichtsklasse. Zino liess sich dadurch nicht beeindrucken und konterte seinen Gegner von Beginn an während der gesamten Kampfdauer zielstrebig aus. Trotz einer kleinen Platzwunde an der linken Kopfseite, welche sich Zino durch einen unbeabsichtigten Kopfstoss seines Gegners in der zweiten Runde zuzog, boxte er bis zum Ende weiter und verliess den Ring verdient als Sieger nach Punkten. Aufgrund der Verletzung am Kopf war aus ärztlicher Sicht jedoch kein weiter Kampf am Turnier möglich und es blieb daher bei der Silbermedaille für Zino.

Die Schweizervertretung in Wiener Neustadt  (v.l.n.r.): Seid Dzemaili, Zino Meuli, Benjamin Jagel, Angel "Floyd" Roque sowie (knieend) Trainer Vitali Timoshenko

Als zweiter Schweizer Boxer stieg Angel „Floyd“ Roque in den Ring. Er traf auf den amtierenden Tschechischen Meister Vladimir Lengal. Durch seine sehr gute Beinarbeit und präzis geschlagene kurze Aktionen liess Angel zu keinem Zeitpunkt Zweifel aufkommen, wer den Ring als Sieger verlassen würde. So konnte Angel die erste und zweite Runde klar für sich entscheiden. In der dritten Runde verringerten beide Boxer die Distanz zum Gegner und der Kampf wurde intensiver. Dabei kam es im Eifer des Gefechts zu einem Kopfstoss des Tschechischen Boxers. Dabei erlitt Angel einen tiefen Cut über dem rechten Auge. Auch wenn es nur noch circa 30 Sekunden zu boxen waren, so entschied der Arzt den Kampf sofort abzubrechen. Nach aktuellem Regelwerk wird bei einem Abbruch wegen unabsichtlichem Foul der gesamte Kampf ausgepunktet. So verliess auch Angel unumstritten den Ring als Sieger nach Punkten. Jedoch traf ihn dasselbe Schicksal wie seinem Schweizer Kollegen zuvor, und auch er musste aufgrund des Cuts die Finalteilnahme absagen und sich mit der Silber-Medaille zufrieden geben.

Seid Dzemaili musste leider auf einen Einsatz verzichten, da kein passender Gegner in seiner Gewichtsklasse angereist war.

Fazit: Zwei Kämpfe, Zwei Siege - Jedoch etwas zuviel Pech für die Schweizer Mannschaft. Nach Beurteilung der anderen Kämpfe, sowie der potenziellen Finalgegner, wäre durchaus noch eine Goldmedaille realistisch gewesen!

Den Organisatoren darf herzlich gedankt sein für den reibungslosen Ablauf und die grosse Gastfreundschaft während des gesamten Turniers. Solch hochkarätig besetzte Turniere, wie in Wiener Neustadt, wünscht man sich häufiger in Europa.  


 




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