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Pressekonferenz in Bern

Klitschko vs. Johnson: Pressekonferenz in Bern

Johnson vor Fight gegen Klitschko: «Es wird leicht für mich»

 

Am 12. Dezember fordert Kevin Johnson in Bern den WBC-Schwergewichts-Weltmeister Witali Klitschko. Bei der ersten Medienkonferenz gab sich der Herausforderer äusserst siegessicher.

 

23.10.2009 - «Ich habe 23 Leute mit einer Hand geschlagen. Jetzt werde ich zwei benutzen und mache meinen Traum wahr», sagte Johnson selbstsicher. «Es wird leicht für mich», so der 30-jährige Amerikaner.

 

Klitschko: «ein ausgeschlafener Fuchs»

 

Lobende Worte gab es für den Herausforderer, der zwar noch ungeschlagen, aber auch noch nicht wirklich hart geprüft ist, auch von seinem Kontrahenten Klitschko. «Er ist ein ausgeschlafener Fuchs und guter Techniker, der über eine starke Beinarbeit verfügt. Johnson hat fast alle seine Gegner mit seinem linken Jab dominiert. Wenn er zwei Hände benützt, wird es tatsächlich gefährlich», so der 38-jährige Ukrainer.

 

Johnsons Griff nach dem Gürtel des Weltmeisters

 

Erst beim Foto-Shooting für die Fotografen rollte Herausforderer Kevin Johnson die Sonnenbrille von den Augen. Dann griff er mit einer Hand an den WBC-WM-Gürtel, den Witali Klitschko um sich hielt. «Der gefällt Dir, was?», stellte der Titelverteidiger genüsslich fest.

 

Witali Klitschko wird am 12. Dezember bereits seine dritte Titelverteidigung in diesem Jahr bestreiten. «Ich fühle mich in ausgezeichneter Form, deshalb der kurze Abstand zwischen den Kämpfen. In Bern möchte ich noch einen draufsetzen.» Den entsprechenden Feinschliff wird er sich in seinem traditionellen Vorbereitungs-Trainingslager im Tirol holen.

 

Kampf soll auch Schweizer Boxsport fördern

 

Der Schweizer WBC-Delegierte Peter Stucki, der auch Präsident der Schweizer Profiboxkommission ist, ist überzeugt: «Die Gebrüder Wladimir und Witali Klitschko sind positive Botschafter des Boxsportes. Sie sind herausragende Sportler, die durch Fairness und Intelligenz überzeugen. Dank den Klitschkos hat das Boxen wieder Aufschwung genommen und an Ansehen gewonnen.»

 

Der Kampf werde dem Namen Bern und der Stadt Bern sehr gut tun. «Und er wird auch dem Schweizer Boxsport, der sich auf niedrigerem Niveau bewegt, förderlich sein», sagte Stucki. © www.sf.tv

 


Grosse Show in Bern – kein grosser Gewinn für den SCB

 

Gestern sind Witali Klitschko, Weltmeister im Schwergewicht, und Herausforderer Kevin Johnson erstmals in Bern aufgetreten.

 

24.10.2009 - Der WM-Kampf im Schwergewicht wird zum Event der Superlative. Der erste Auftritt der beiden Exponenten in Bern gab einen kleinen Vorgeschmack auf die Boxnacht vom 12. Dezember. Champion Witali Klitschko und Kevin Johnson versuchten auf unterschiedliche Weise, Eindruck zu machen. Der Fernsehsender RTL wird den Fight mit grossem Brimborium zelebrieren und mit 19 Kameras filmen; auch in den USA, China und Russland werden Livebilder zu sehen sein. Vor und nach dem heutigen Eishockeymatch zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano können Tickets für den Boxkampf erstanden werden, der offizielle Vorverkauf beginnt erst am Sonntag.

 

Selbst wenn die PostFinance-Arena, was anzunehmen ist, ausverkauft sein wird, macht der SCB kein grosses Geschäft. CEO Marc Lüthi rechnet nur mit einem kleinen Gewinn. Der SCB ist zwar in geringem Mass an den Zuschauereinnahmen beteiligt, verdient an der Gastronomie und kann etwas Werbung verkaufen, er trägt aber auch erhebliche Kosten. Immateriell profitiert der SCB indes schon. Er kann sich als Veranstalter profilieren, zudem sagt Lüthi: «Gehen die Bilder von Klitschko im SCB-Dress um die Welt, ist das für uns unbezahlbare Werbung.» ar © Berner Zeitung

 

; 24.10.2009; Seite 15

 

Berner Zeitung BZ

 

sport

 

boxen

 

Komplexe Gegnerwahl

 

Profiboxen ist ein spezielles Geschäft. Eventuell kommen doch noch Athleten der Boxing Kings im Vorprogramm unter.

 

Der World Boxing Council sei der mit Abstand grösste Verband, Witali Klitschko der beste Weltmeister in der wichtigsten Gewichtsklasse, sagte Peter und von Swiss Boxing an der Pressekonferenz Stucki, der als Vertreter des WBC auftrat. «Das ist ein sportlicher Höhepunkt für die Schweiz, etwas Besseres gibt es im Boxen nicht.» Der Jurist und Boxexperte ist überzeugt, dass Witali höher einzustufen ist als dessen jüngerer Bruder Wladimir, der in den unabhängigen Ranglisten als Nummer 1 geführt wird. Wladimir möge technisch stärker sein, «doch er hat nicht die Stamina Witalis und ist zudem psychisch eher zu beeinflussen».

 

Im Berufsboxen gelten eigene Gesetze. Wer gegen wen kämpft, hängt oft mehr von taktischen und finanziellen Überlegungen denn von sportlichen Meriten ab. Manager Joe DeGuardia klagte, vor Klitschko habe Kevin Johnson niemand eine Chance geben wollen. Obwohl er zu Dumpingpreisen angetreten wäre, hätten ihn etwa Samuel Peter, David Haye, Nikolai Walujew und auch Chris Arreola nicht als Gegner akzeptiert. Johnson, der vom renommierten Magazin «The Ring» als Nummer 11 geführt wird, ist kein Pflichtherausforderer, Klitschko setzt seinen Titel freiwillig aufs Spiel. Es sei schwierig, für die Klitschko-Brüder Gegner zu finden, sagte Bernd Bönte, der Manager der Ukrainer. «Viele haben sie schon geschlagen, so genannte Pflaumen akzeptieren unsere TV-Partner nicht, und etliche sind nicht verfügbar.» Den Vertretern Walujews zum Beispiel habe er mehrfach erfolglos ein Angebot unterbreitet.

 

«Studer ist ein toller Boxer»

 

Im Rahmenprogramm werden unter anderem die Schwergewichtler Alexander Ustinow (WRuss, 18:0-Bilanz) und Jonathon Banks (USA, 22:1) boxen. Nicht dabei sein wird bekanntlich der Berner Yves Studer. «Studer ist ein toller Boxer, aber sein Gegner ist zu wenig gut, den kann ich im weltweiten TV-Feed nicht präsentieren – schon gar nicht zum offerierten Preis», meinte Bönte, der den offenen Brief Daniel Hartmanns als «niveaulos» bezeichnete. Die Tür für lokale Boxer schlug er aber nicht zu. Hartmann bekam gestern über einen Mittelsmann eine informelle Anfrage. Möglicherweise finden mit Nasi Hani und Istvan Szili doch noch zwei Boxing Kings im Vorprogramm Unterschlupf. © Berner Zeitung - Adrian Ruch

 

 

Eine schöne Bescherung

 

Der Schwergewichtsweltmeister Witali Klitschko und sein Herausforderer Kevin Johnson präsentieren sich in Bern den Medien

 

24.10.2009 - Die Postfinance-Arena ist ein Eisstadion; sie ist ein Konzertsaal, eine Ausstellungshalle, und sie war auch schon ein Gotteshaus. Im Sommer 2004 sprach Papst Johannes Paul II. zur Jugend der Welt. Doch nun ist fertig mit christlicher Nächstenliebe. Am 12. Dezember sprechen die Fäuste. Halleluja.

 

Zwei Wochen vor Weihnachten verteidigt Witali «Dr. Eisenfaust» Klitschko seinen WBC-Schwergewichtstitel gegen Kevin «The Kingpin» Johnson. Der ist – wie die meisten Amerikaner – ein Mann des Herrn und wurde, so behauptet er zumindest, von ebendiesem in den Ring geführt. Dort hält Johnson sich an die Bibel: Geben ist seliger als nehmen. Bei der ersten Präsentation vor den Schweizer Medien bedankte er sich gestern zwar beim Management von «Dr. Eisenfaust» für die Gelegenheit, gegen den Titelverteidiger boxen zu dürfen. Weitere Gastgeschenke aber soll es keine geben: «Ich habe 23 Gegner mit einer Hand geschlagen. Nun werde ich beide benutzen und meinen Traum wahr machen. Merry Christmas and a happy New Year.»

 

Medienauftritte vor grossen Boxkämpfen sind auch immer ein Laufsteg der Eitelkeit. Kevin «The Kingpin» Johnson gewann diese erste Runde nach Punkten. Zum Ortstermin in der Arena präsentierte er sich unbeirrt vom strömenden Regen mit dunkler Sonnenbrille. Den langen Vorlauf der Medienkonferenz verfolgte er mit stoischem Gesichtsausdruck. Vor dem Mikrofon aber lief er zu grosser Form auf. Seine Rede hatte Tempo, sie hatte Rhythmus, und selbst Klitschko konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken.

 

Geht es nach den Fachleuten, hat Johnson aber gestern möglicherweise zum letzten Mal gepunktet. «The Kingpin» heisst umgangssprachlich zwar so viel wie «die Nummer 1», trotzdem ist Witali «Dr. Eisenfaust» Klitschko klarer Favorit. Er kennt im Moment nur einen ernsthaften Gegner: Wladimir «Dr. Stahlhammer» Klitschko. Ein Gelöbnis an die Mutter verbietet den direkten Vergleich zwischen den ukrainischen Brüdern. Das schont die Nerven der Frau Mama und belebt überdies das Geschäft. Wer der beiden boxenden Akademiker der Bessere ist, darüber streiten sich die Box-Gelehrten: Wladimir gilt als technisch begabter; dafür ist Witali physisch stärker und hat auch die besseren Nerven.

 

So oder so wird der Auftritt von Witali Klitschko in Bern zum bis anhin wichtigsten Boxkampf auf Schweizer Boden. Der 38 Jahre alte Ukrainer hat 38 seiner 40 Profikämpfe gewonnen, 37 davon vorzeitig. Vor einem guten Monat verteidigte er seinen Titel in Los Angeles gegen Cristobal Arreola.

 

Nun steigt Klitschko schon wieder in den Ring – weil er sich top in Form fühlt und weil auch die Börse stimmt. Wie viel der Kampf wert ist, will sein Manager Bernd Brönte nicht sagen. 110 TV-Stationen mit Millionen von Zuschauern werden das Duell aber aus Bern übertragen. Allein in Deutschland sitzen jeweils rund 10 Millionen Leute vor dem Bildschirm, wenn einer der boxenden Brüder in den Ring steigt. Dazu erwartet Brönte in der Arena 18 000 Zuschauer als würdige Kulisse für das Spektakel. Wenn das keine schöne Bescherung ist. Halleluja. © Neue Zürcher Zeitung

 

; 24.10.2009; Seite bazab26

 

sport

 

Versprechen an Tochter

 

Bern. Maximal 18 000 Zuschauer werden am 12. Dezember in der Berner Post-Finance-Arena die WBC-Titelverteidigung Witali Klitschkos (Ukr) gegen Kevin Johnson (USA) live miterleben. Der Herausforderer spuckte dabei am Freitag an einer Pressekonferenz in Bern grosse Töne. «Ich habe ein verdammtes Versprechen abgegeben», sagte der bislang unbesiegte Johnson. Der 30-jährige Amerikaner ist alleinerziehender Vater seiner 10-jährigen Tochter Fatimah: «Ich habe ihr gesagt, dass ich Klitschko besiege und Weltmeister werde.» SI - © Basler Zeitung

 

 




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