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Davide Faraci wechselt vom Boxring Baden zum Boxclub Zürich

Claudia Steimer

Nein, es ist kein Gerücht sondern eine Tatsache – Davide Faraci wechselt per sofort vom Boxring Baden zum Boxclub Zürich.

Nach der Niederlage im Final der Schweizermeisterschaften im Herbst 2014 hat sich Davide Faraci eine Pause gegönnt und die Zeit genutzt, das letzte Jahr zu reflektieren. Die Entscheidung den Verein zu wechseln ist eine Einvernehmliche zwischen Davide selbst und seinem langjährigen Trainer Engin Köseoglu. In Absprache mit Matthias Luchsinger und Vitali Timoshenko vom Boxclub Zürich wurden alle Details für den Wechsel geklärt und dieser nun endgültig vollzogen. Nach dem Wieso und Warum haben wir bei Davide Faraci selber nachgefragt.

Davide, wieso dieser Wechsel zum Boxclub Zürich? Gefällt es dir denn nicht mehr im Boxring Baden?

Doch doch, natürlich gefällt es mir noch beim Boxring Baden. Ich habe hier bei Engin das Boxen gelernt, meine ersten Kämpfe gemacht und meine Boxkarriere gestartet. Engin hat mich während den letzten zehn Jahren als mein Trainer begleitet und ich verdanke ihm sehr viel. Ich mag die freundschaftliche Atmosphäre im Boxring Baden während und neben den Trainings und schätze den Vereinszusammenhalt. Der Boxclub Zürich jedoch bietet mir besser Trainingsmöglichkeiten, weil dort mehr Wettkampfboxer sind und ich somit auch mehr Sparrings absolvieren kann. Die Entscheidung den Club zu wechseln ist mir aus persönlichen Gründen nicht einfach gefallen, sportlich hingegen denke ich, dass es der richtige Weg ist.

Was erhoffst du dir durch diesen Wechsel bzw. was sind deine Erwartungen?

Ich erhoffe mir, dass ich mich in Zürich boxerisch weiter entwickeln kann. Das Training ist anders als in Baden und es ist immer gut, auch mal neuen Dingen eine Chance zu geben um vorwärts zu kommen im Leben. Ich erwarte ein für mich besser passendes, boxerisches Umfeld.

Was sind deine Ziele im Jahr 2015 in Bezug auf deine Boxkarriere?

Nach einer verletzungsreichen Zeit im Jahr 2014, in welchem ich ja auch meine Hand operiert habe, hätte ich gerne ein verletzungsfreies Jahr 2015. Ich wünsche mir wieder Erfolgsserien bei Kämpfen und Turnieren und selbstverständlich ist mein grösstes Ziel immer noch die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2016.

Natürlich bringt ein solcher Wechsel auch für die beiden Vereine einige Veränderungen mit sich. Wir haben deshalb auch Engin Köseoglu (Cheftrainer Boxring Baden) sowie Matthias Luchsinger (Boxclub Zürich) einige Fragen zur aktuellen Situation gestellt.

Engin, was bedeutet dieser Wechsel von Davide Faraci für dich als Trainer?

Ich habe Davide die letzten zehn Jahre als Trainer begleitet; eine lange, schöne und auch erfolgreiche Zeit, zu welcher ich ganz sicher jederzeit gerne zurückblicken werde. Natürlich ist der Wechsel von Davide Faraci ein Verlust für den Boxring Baden, nicht nur sportlich sondern auch menschlich. Ich hatte aber auch in den vergangenen Jahren immer wieder gute Athleten und Boxer hier im Boxring Baden, welche dann entweder aufgehört haben zu Boxen oder den Verein verlassen haben aus diversen Gründen. Dies gibt mir immer wieder die Motivation, neue, zielstrebige Jugendliche zu trainieren und ihnen eine Chance zu bieten. Ich habe nun mehr Zeit für andere Athletinnen und Athleten und möchte selbstverständlich auch mit diesen gewisse Ziele erreichen in der Zukunft.

Was möchtest du Davide mit auf den Weg geben?

Ich möchte Davide raten, seine Erwartungshaltung nicht zu hoch zu setzten. Auf diesem sehr hohen Niveau, auf welchem er sich als Boxer bewegt, kann man keine grossen Fortschritte mehr machen; man macht langsam kleine Schritte und entwickelt sich weiter; vor allem im mentalen Bereich. Natürlich wünsche ich Davide von Herzen alles Gute und hoffe, dass seine Erwartungen, welche er in den neuen Club setzt, vollständig erfüllt werden.

Matthias, braucht es spezielle Vorkehrungen beim Boxclub Zürich um einen Sportler wie Davide Faraci zu übernehmen und zu fördern?

Nein, der Boxclub Zürich ist gut eingerichtet und betreut auch schon jetzt einige Wettkampfboxer. Wir haben mit den aktuellen Sportlern, mit Vitali Tomoshenko (Cheftrainer), sowie mit Axel Dröge (Krafttrainer) den Wechsel von Davide gemeinsam besprochen und dazu eingewilligt. Hierzu möchte ich sagen, dass wir die Integration von Davide Faraci nur mit dem Einverständnis von Engin Köseoglu zugelassen haben und dies ansonsten nicht möglich gewesen wäre.

Welche Pläne habt ihr zusammen mit Davide Faraci für 2015?

Wir haben noch keine gemeinsamen Pläne festgelegt. Der Wechsel von Davide Faraci zum Boxclub Zürich war ziemlich kurzfristig und spontan. Selbstverständlich werden wir uns mit Davide zusammen setzten um eine detaillierte Planung zu machen, auch für die Teilnahme an internationalen Turnieren.

Wie beschreibst du dein Verhältnis zu Engin Köseoglu? Wird sich dieses nun durch den Wechsel verändern?

Nein, Engin ist und bleibt ein langjähriger und sehr, sehr guter Freund von mir. Diese Freundschaft ist mir das Allerwichtigste und hätte dieser Wechsel unser gutes Verhältnis bedroht oder verändert, dann hätte er nicht stattgefunden.

Lieber Davide, du bist beim Boxring Baden jederzeit herzlich willkommen und unsere Türen stehen immer offen für dich – wir werden dich vermissen!

 

 




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