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SBT überzeugt in Baden-Württemberg

Andreas Anderegg und Jack Schmidli

Das SwissBoxingTeam (SBT) zeigte am Wochenende bei zwei internationalen Vergleichskämpfen in Baden-Württemberg gegen das einheimische Team gute Leistungen. Der erste Kampf am Freitagabend in Wittenhofen endete  mit 12:12 Punkten, der zweite am Sonntagmorgen im Schriesheim ging mit 8:10 Punkten verloren. Beide Ergebnisse wurden durch schwache Gastboxer aus Italien zu Ungunsten der Schweizer beeinflusst.

Gruppenbild mit Dame
v.l.n.r. vorne: Valentino Herrera, Beda Mathis (Betreuer), Vitali Timoschenko (Betreuer),
Stehend: Angel "Floyd" Roque, Rajko Bojanic (Betreuer), Sava Kostic, Box-Aficionada Svetlana Schmidli, Ukë "The Wolf" Smajli, Davide Faraci, Seid Dzemaili,
Rezorat Gashi und Ahmed Altintas

08.03.2015 - Bei beiden Staffelkämpfen ging das Schweizer Team eigentlich als Sieger hervor, denn sowohl für Freitagabend wie auch für Sonntagmorgen hatten die Veranstalter zusätzlich Boxer aus Italien verpflichtet, die dem Schweizer Team zugeteilt wurden. Prompt kamen die Italiener bei beiden Veranstaltungen unter die Räder und beeinflussten so die Teamwertungen zum Nachteil des SwissBoxingTeams.

Guter Sport in Wittenhofen

Beim ersten Start am Freitagabend in der vollbesetzten Sporthalle in Wittenhofen am Bodensee wurden acht Kämpfe in die Mannschaftswertung mit einbezogen. Dabei fiel die erste Hälfte des Kampfabends für das Schweizer Team resultatmässig schlecht aus – zur Pause stand es 8:4 für Baden-Württemberg. Dazu trug neben den Niederlagen der Boxer aus Italien mitunter das Kampfergebnis von Angel „Floyd“ Roque im Mittelgewicht bei. Obwohl er den international hoch eingestuften Konstantin Buga szenenweise dominierte und schlecht aussehen liess, musste er diesem am Ende mit 1:2-Punktrichterstimmen den Sieg knapp überlassen.

In der zweiten Hälfte des Abends machte das SwissBoxingTeam dann aber mächtig Dampf. So spielten die beiden Halbschwergewichtler Ukë „The Wolf“ Smajli und Davide Faraci ihre Routine aus und dominierten das Geschehen im Ring fast nach Belieben. Auch Schwergewichtler Rezorat Gashi und Superschwergewichtler Seid Dzemaili  liessen nichts anbrennen und feierten Punksiege. Dabei machte insbesondere Gashi eine gute Figur und er konnte das hart geführte Gefecht dank seiner klaren boxerischen Linie für sich entscheiden.

Leistungsträger im SBT auch am Sonntag souverän

In der zweiten von den vier angesetzten sportlichen Auseinandersetzungen zwischen Württemberg und dem Swiss Boxing Team  (die beiden Rückkämpfe finden am Freitag/Samstag, 15./16. Mai 2015, im Eissportzentrum Oberthurgau in Romanshorn statt) zeigten anlässlich des 435. Matthaisenfestes in Schiersheim vor allem Ukë „The Wolf“ Smajli, Davide Faraci und Seid Szemaili beeindruckende Leistungen.

Mit der Reputation eines mehrfachen deutschen Jugendmeisters stand dem Züricher Smajli im Halbschwergewicht der Deutsche Kazakis Atanasios im Seilgeviert gegenüber. Der mutig kämpfende Einheimische hatte allerdings gegen Smajli nicht den Hauch einer Chance und verlor gegen den technisch versierten Powerboxer vom Sport-Ring Zürich einstimmig nach Punkten. Ebenfalls nichts anbrennen liess Davide Faraci, der vor Kurzem vom BR Baden zum BC Zürich wechselte, gegen den zweifachen Deutschen Meister Melvin Perry. Faraci, der ebenfalls im Halbschwergewicht kämpfte, hatte seinen Gegner während den drei Runden sicher im Griff und gewann – wie Ukë Smajli – einstimmig nach Punkten. Ein Glanzlicht setzte schliesslich Seid Dzemaili im letzten Kampf des Sonntags. Nach zwei Niederschlägen in der ersten Runde beendete der Ringrichter das ungleiche Duell und nahm den überforderten Deutschen aus dem Kampf.

Ebenfalls siegreich war der Bantamgewichtler Valentino Herrera. Er nahm gegen Dawood Hosseini ab der zweiten Runde das Zepter in die Hand (bzw. in die Fäuste) und erarbeitete sich einen Punktvorsprung, den er bis zum Schluss nicht mehr preisgab. Sava Kostic vom Box-Ring St. Gallen und Rezorat Gashi vom BTO Thun enttäuschten nicht wirklich. Sie mussten sich heute Sonntag ganz einfach stärkeren Gegnern geschlagen geben. Während der Schwergewichtler Gashi gegen den Klasseboxer und 6-fachen Deutschen Meister im Jugendbereich, Roman Frees, verlor, agierte Sava Kostic im Halbweltergewichts-Kampf gegen Timo Kuchelmeister zeitweilen zu vorsichtig. Mit etwas mehr Mut hätte er den Deutschen schlagen können. In einem nicht gewerteten Kampf über fünf Runden zeigte Angel „Floyd“ Roque gegen den WSB-Profiboxer Xhek Paskali keinen Respekt und gestaltete den Sparringkampf ausgeglichen. 

Am Samstag nutzten die Boxer die Gelegenheit, im deutschen Olympiastützpunkt in Heidelberg zu trainieren.

Die Organisation der Vergleichskämpfe war tadellos und die Punktrichterurteile insgesamt fair. Die Schweizerdelegation wurde von den Veranstaltern sowohl in Wittenhofen als auch in Schiersheim sehr freundlich empfangen und hervorragend betreut. Herzlichen Dank!

 




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