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Pacman deklassiert Hatton

«Pacman» gegen «Hitman» als Schlager des Box-Jahres - Manny Pacquiano deklassiert Hatton und besiegt diesen durch K.o in der zweiten Runde!


Hatten geht gegen Pacquiao schwer k.o

In Las Vegas ist auf den Samstag wieder einmal ein «Boxfight des Jahres» angesagt. Der Wirbel um den Kampf Pacquiao vs. Hatton kann die prekäre Situation des Profi-Boxens nicht verbergen: Brutalere Formen des Zweikampfs drohen es zu überflügeln.

02.05.2009 - Ack. Auf den Philippinen ruhen die Waffen des Bürgerkriegs, wenn Manny Pacquiao im Ring steht, und in Grossbritannien schauen Millionen auf Ricky Hatton. In den Vereinigten Staaten, dem nach wie vor lukrativsten Markt des Preis boxens, findet der neuste «Kampf des Jahres» jedoch nur beschränktes Echo. Die wochenlang verbreitete Propaganda für den Fight vom Samstagabend (Sonntag früh europäischer Zeit) hat das Publikum nicht so recht in Fahrt gebracht. Seit Oscar De la Hoya, der «Golden Boy» der Amerikaner, den endgültigen Rücktritt verkündet hat, fehlen den Amerikanern eigene Zugnummern.

Pacquiao, der «Pacman», und Hatton, der «Hitman», mögen das Beste sein, was derzeit die Fäuste schwingt. Aber sie sind Nichtamerikaner, und zudem bleibt ihr Attraktionswert hinter den Darbietungen modischer, brutaler Formen des Zweikampfs zurück. Die sogenannten «Mixed Martial Arts», allen voran die Veranstaltungen des «Ultimate Fighting Championships» (UFC), drohen dem vielerorts als altmodisch empfundenen Berufsboxen den Rang abzulaufen. Die «menschlichen Hahnenkämpfe» – so der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain – treffen den Nerv und den Geschmack der Zeit offensichtlich genauer.

Wo Weisse unter sich sind

Auch deshalb, weil sich in den gnadenlosen Duellen, ausgetragen im «Octagon», einem achteckigen Käfig aus Maschendraht, überwiegend «all American boys», das heisst weisse Durchschnittsamerikaner, blutig schlagen und treten. Die Identifikation der Zuschauer mit den Kämpfern, auch im Boxen ein nicht zu unterschätzender Faktor, trägt die erwünschten Früchte, ebenso die Ähnlichkeit der Fights mit Schlägereien in Bars oder auf der Strasse. Ursprünglich ein Produkt der Subkultur von «Tough Man Contests», das heisst minimal reglementierten Prügeleien in Zirkuszelten, hat sich die gewalttätige Variante des Zweikampfs inzwischen zu einem Business mit Hunderten von Dollarmillionen Umsatz entwickelt, pikanterweise mit Zentrum in Las Vegas.

Eines seiner Merkmale ist die Austauschbarkeit der Akteure. Wer kennt schon Randy Couture, den UFC-Weltmeister im Schwergewicht – und wer nahm Ende letzten Jahres seinen plötzlichen Rücktritt überhaupt wahr? Lieber erinnert sich das Publikum an Mike Tyson, den letzten wirklich bedeutenden Weltmeister im Schwergewichtsboxen. Den Mann, der dank seiner Aura der Brutalität den Weg für die Kämpfe der Marke UFC geebnet hat.

Elefantenfriedhof des Schwergewichts

Doch Tyson ist Geschichte. Seit seinem letzten ernstzunehmenden Auftritt im Ring, dem Titelfight gegen den Briten Lennox Lewis, sind sieben Jahre vergangen. Während dieser Zeit versank die Königsklasse in der Bedeutungslosigkeit und gewannen dafür die «Mixed Martial Arts» – welch euphemistische Bezeichnung für die fürchterlichen Auseinandersetzungen – rasend an Zulauf. Zwar kommt es im Elefantenfriedhof der grossen und schweren Männer immer noch zu sogenannten Weltmeisterschaftskämpfen, vorwiegend jedoch in der Box-Provinz. So etwa vergangenen Dezember in Zürich, wo ein überalterter Evander Holyfield gegen einen tapsigen Titelhalter aus Russland verlor, oder am 20. Juni in Gelsenkirchen, wenn Wladimir Klitschko gegen das britische Grossmaul David Haye antritt.

Diese Kämpfe sind allerdings nur von marginaler Bedeutung, denn die Musik spielt woanders. Für die Freunde des Faustfechtens in der Nacht zum Sonntag in Las Vegas beim Schlager Pacquiao versus Hatton. Und für all die anderen, die einzig deshalb hingehen, weil Blut fliesst, in den Stadien mit dem achteckigen Käfig. Wo eine Erwartungshaltung herrscht, die sich mit jener in den Amphitheatern der Antike vergleichen liesse.


Manny Pacquiao als Favorit

Im Hallenstadion des MGM Grand Casinos besteigt Manny Pacquiao am Samstagabend (Sonntag zwischen 4 und 5 Uhr MESZ) den Ring als Favorit, obwohl er für den Fight mit Ricky Hatton eine Gewichtsklasse zulegen musste (Leichtwelter / 63,5 kg). Im Dezember 2008 Bezwinger von Oscar De la Hoya, vertraut der Filipino im Duell um den inoffiziellen Titel des Pfund für Pfund weltbesten Preisboxers abermals seinem überlegenen Tempo. Dem wird der erst einmal geschlagene Brite seine Schlagkraft entgegensetzen. Die Einnahmen teilen sich «Pacman» und «Hitman» nach dem Schlüssel 52:48 Prozent. © Neue Zürcher Zeitung


03.05.09 - Manny Pacquiano liess "The Hitman" Hatten nicht den Hauch einer Chance. Bereits in der 1. Runde musste der Brite zweimal auf die Bretter. Das Aus kam dann im 2. Durchgang.

 


 

 

 




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