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Mischa Nigg gewinnt WBF-Intercontinental-Titel

Bericht von Andreas Anderegg (Text) und Fabienne Nigg (Fotos)

31.05.2015 - Der Thuner Boxprofi Mischa Nigg gewinnt am Samstagabend in Worb BE den Intercontinental-Titel der WBF im Supermittelgewicht mit einem Ko-Sieg in der vierten Runde gegen den Georgier Ramazi Gogichashvili. Im Vorprogramm konnte Viviane Obenauf auch ihren sechsten Profikampf siegreich gestalten – mit einem TKO-Erfolg gegen Semra Bogucanin (Serbien).

Klein aber fein – unter diesen Titel ist das internationale Amateur- und Profibox-Meeting vom Samstagabend im gut besetzten Bärensaal in Worb zu stellen. Die rund 350 Zuschauer bekamen zum Teil attraktiven Boxsport zu sehen. Bei beiden Profikämpfen mussten die Wertungen der Punktrichter nicht herangezogen werden – zu klar waren die Kräfteverhältnisse zu Gunsten der Schweizer, die von Res Schenk betreut wurden.

Mischa Nigg souverän zum Titel

Beim Kampf um den Intercontinental-Titel im Supermittelgewicht der World Boxing Federation mit dem Thuner Mischa Nigg waren die Kräfteverhältnisse rasch klar. Obwohl sein Gegner Ramazi Gogichashvili aus Georgien mit einem respektablen Kampfrekord von 17 Siegen in 24 Kämpfen angereist war, liess schon sein Einmarsch im Ring wenig Verheissungsvolles erwarten. Denn der Boxer aus Osteuropa hat keinen austrainerten Körper wie Mischa Nigg und entsprechend verlief auch das Geschehen im Ring. Der sympathische Schweizer marschierte von  Beginn  vorwärts und setzte mit seinen Kombinationen, die oft mit einem harten Körperhaken abgeschlossen wurden, seinen Gegner unter Druck. Der Georgier war deshalb meistens im Rückwärtsgang und rasch war klar, dass es bei diesem Kampf nur einen Sieger geben konnte – Mischa Nigg.

Für höhere Aufgaben bereit     

In der ersten Hälfte der vierten Runde wanke der Georgier nach einem Treffer von Nigg ein erstes Mal und kurze Zeit später ging der Boxer aus Osteuropa nach einem Kopftreffer zu Boden und wurde von Ringrichter Fabian Guggenheim angezählt. Nach einem rechten Körperhaken von Nigg nach exakt zwei Minuten ging der Georgier erneut zu Boden und liess sich auszählen. Mit diesem Ko-Sieg in der vierten Runde und dem Gewinn des Intercontinental-Titels der relativ unbedeutenden WBF kann Mischa Nigg im zehnten Kampf einen ersten zählbaren Erfolg verbuchen. Viel wichtiger ist allerdings das, was er im Ring gezeigt hat – nämlich dass er boxerisch gereift und für höhere Aufgaben gerüstet ist.

Der Anfang vom Ende: Ringrichter Fabian Guggenheim zählt den massiv überforderten Georgier an

Sechster Sieg für Obenauf

Ihren sechsten Sieg im sechsten Kampf feierte die Schweizer Leichtgewichtlerin Viviane Obenauf. In dem auf sechs Runden angesetzten Kampf gegen Semra Bogucanin aus Serbien ging die Schweizerin von Anfang an in die Offensive und immer gegen Rundenende setzte sie zu einem Endspurt an. Derweil die Serbin ihr Glück mit Einzelschlägen suchte, arbeitete Obenauf mit Kombinationen. In der fünften Runde dann liess die Schweizerin einen Schlaghagel auf ihre Gegnerin niederprasseln, worauf Ringrichter Beat Hausammann die Serbin bis acht anzählte und den Kampf anschliessend abbrach. Damit feierte die Schweizerin einen TKO-Sieg.

Nicht gerade zimperlich: "The Golden Girl" lässt ihre Gegnerin schlecht aussehen

Im Vorprogramm fanden drei Amateurkämpfe statt. Dabei holte sich der Superschwergewichtler Elbasan Kqiko (BTO) gegen Mazlum Goemic (Fight Right Biel) einen TKO-Sieg in Runde zwei. Ein attraktiver Programmpunkt waren daneben musikalische Beiträge von Nils Burri.

Mit ihm ist auch in Zukunft zu rechnen: Powerpuncher Elbasan Kqiko vom BTO Thun-Oberland

 




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