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Box-Meeting Genf: Bericht

Box-Meeting Genf: Der Bericht

  Bericht (Text und Fotos) von Ueli E. Adam, Präsident Medienkommission SwissBoxing

30.04.2009 - Die Boxfreunde in der Westschweiz können sich nicht beklagen: bereits zum fünften Mal in diesem Jahr kämpften Profis im Ring. Der von Jimmy Dousse, dem legendären früheren Pfleger und heutigen Manager organisierte Anlass (mit einem Blues-Abend kombiniert) fand direkt an der Seepromenade, im wunderschönen Théâtre du Léman statt. 3 Amateur- und 2 Profikämpfe sorgten für ein kompaktes Programm, das allerdings nur bedingt zu überzeugen vermochte.

Nasreddine Benamer, Schweiz (4-3-0), vs. Kaloyan Kyuchukov, (Bulgarien), (0-3-0)

Benamer, der nach einem Handgelenkbruch seit dem 17. März 2007 nicht mehr gekämpft hatte, präsentierte sich in blendender Verfassung. Von der Ringmitte aus diktierte er den Kampf gegen einen Mann, der trotz seinem negativen Kampfrekord den Schlagabtausch beherzt annahm. Das sollte sich als fatal erweisen: nach 2 Minuten 20 in der ersten Runde musste er nach einer präzisen Links-Rechts-Kombination des Genfers ausgezählt werden. Mit diesem KO-Sieg hat Benamer bewiesen, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Der talentierte, aber oft überheblich wirkende Genfer dürfte, richtig eingestellt, seinem Manager Jimmy Dousse noch viel Freude bereiten.

Benjamin Pitteloud, (7-1-0), Schweiz vs. Muharem Osmanov, (Bulgarien), (0-1-0)

Das Erfreuliche zuerst: Pitteloud wird von Kampf zu Kampf besser. Seine Betreuer haben es verstanden, aus einem Amateur einen Profi zu machen. Zum Kampf selbst gibt es weniger Positives zu berichten. Dem Bantamgewichtler aus dem Wallis (53,5 kg) wurde ein Fliegengewichtler (50 kg) aus Bulgarien vorgesetzt, der kaum 18-jährig sein dürfte. So kam es denn, wie es kommen musste. Der absolut inferiore Osmanov, der bereits im Februar seinen ersten Kampf durch TKO verloren hatte, musste in der ersten und in der vierten Runde angezählt werden. In der fünften Runde hatte Ringrichter Pierre-Alain Schneeberger ein Einsehen und nahm den erneut hart angeschlagenen Bulgaren aus dem Kampf. Sieger durch TKO Benjamin Pitteloud.

Kommentar

Es zeigte sich einmal mehr, dass die Verpflichtung von Osteuropäern besser hinterfragt werden müsste. Schade für die tolle Leistung von Pitteloud und dessen Team, wenn nach dem Kampf Stimmen laut werden, die den Gegner als lebenden Sandsack einstufen. Für das Boxen sind derartige Paarungen auch nicht die beste Reklame und man muss sich fragen, wie weit – auch im Profisport – Ethik und Gesundheit eine Rolle spielen. Der Gegner von Benamer war mit Sicherheit ebenfalls nicht der richtige Prüfstein, selbst wenn es zu bedenken gilt, dass nach einer derart langen Ringpause ein vorsichtiger Neubeginn angezeigt war.

 

Resultatübersicht

 

 


 

 

 




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