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Weiterbildung Sporternährung – Supplemente und Antidoping

Christina Nigg

15.08.2015 - Gewicht machen und halten, wie ernährt sich der Boxsportler richtig vor, während und nach dem Wettkampf. Ab wann muss/soll supplimiert werden und welches Produkt ist das Richtige?

Die beiden Fachexpertinnen Corinne Spahr und Yvonne Forster führten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen professionell durch dieses breit gefächerte Thema. Wir werden in unseren Trainingslokalitäten immer neu durch diverse Problematiken konfrontiert: die Boxer und Boxerinnen kommen mit Produkten an, die nicht dem Trainingsplan entsprechen oder keinen Sinn machen, Produkte die wir nicht mit Sicherheit als „sauber“ unterstützen können, mit Diäten (KH weglassen etc), Dehydration sind ein grosses Thema.

Gerade im Bereich der Nahrungsergänzung braucht es erweitertes Fachwissen (Bausteine des Stoffwechselzyklus, Enzyme und Aminosäuren, welche Vitamine sind wasser- oder fettlöslich usw). Gleichzeitig fordern solche Geschichten ebenfalls sehr gute Kenntnisse der Trainingsausbildung. Trainingsplanung, Wettkampfplanung, Zielvorgaben etc. z.B. wann beginne ich mit Muskelaufbau? Nicht zu vergessen, mehr Muskeln benötigen mehr O2-Versorgung, was wiederum bedeutet, dass das Kreislaufsystem parallel mittrainiert werden muss.

Der Durchschnittsathlet mit 3 Trainings pro Woche wird eher weniger betroffen sein als ein Athlet im Hochleistungsbereich mit klarer Zyklenplanung: Es ist empfehlenswert mit zertifizierten Herstellern zusammen zu arbeiten. Diese Hersteller sind eng mit Antidoping Schweiz verbunden und führen den gleichen Supplementguide (Klassen A bis D):

A -  positive Beeinflussung der Leistung möglich

B – unzureichende Datenlage

C – positive Effekte unwahrscheinlich

D – beeinträchtigt Leistung oder Gesundheit oder steht auf der Dopingliste

Jean-Pierre Egloff, Antidoping Schweiz bestätigte in seinem Referat, dass gerade Präparate die nicht offiziell mit den schweizerischen Institutionen (Swiss Olympic, div. Nationale Verbände) anerkannt sind oft Dopingfälle verursachen können. Zunehmend wird bereits bei der Einfuhr von den Behörden eingegriffen.

Die Teilnehmenden wurden über Rechte und Pflichten der Dopingunterstellung aufgeklärt, sowie über den detaillierten Ablauf der Abnahme einer Dopingprobe. Zusatzinformationen zur NADA, Medikamentenlisten und der Nutzung von App’s für Smartphones.

Es wurde zum Teil rege diskutiert, Fragen gestellt und Erfahrungen ausgetauscht.

Fazit

Meine persönliche Ansicht ist, dass wir Trainer/Coaches über dieses Grundwissen verfügen müssen! Schlussendlich sind wir die ersten Ansprechpartner und tragen so grosse Mitverantwortung. Vorsicht mit Präparaten, Diäten und Pseudowissen. Lieber einmal zuviel nachfragen.

Link: http://www.sfsn.ch/




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