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Box-Turnier in Wiener-Neustadt – Der Bericht

Stefan Spiess

Am letzten Wochenende standen Attila Varga (Kategorie Jugend, Weltergewicht) und Enis Amiti (Elite, Mittelgewicht) für das „Swiss Boxing Team“ in Österreich im Einsatz. Trotz guten Leistungen reichte es diesmal leider nicht für Medaillen.

v.l.n.r.: Attila Varga, Trainer Stefan Spiess und Enis Amiti

06.09.2015 - Nach der Abwaage wurden den Schweizern zwei bekannte Boxer des österreichischen Verbandes zugeteilt: Während es Attila Varga mit Marcel Rumpler zu tun bekam, wurde Enis Amiti der österreichische Staatsmeister Michael Gunitzberger zugelost.
 
Einsätze am Freitag
 
Beim Kampf von Attila war schnell ersichtlich das die beiden Faktoren, das erste Mal in der Gewichtsklasse bis 69kg zu starten und zweitens  gleich an einem internationalen Turnier teilzunehmen, mutig war, zumal Attila nur 66 kg auf die Waage brachte und somit körperlich stärkeren Gegnern gegenüberstand. Attila wehrte sich gegen den international erfahrenen Marcel Rumpler nach Kräften und konnte auch mit einigen schnellen Attacken Akzente setzen, aber leider war die Niederlage nicht abzuwenden.
 
Enis Amiti bekam den östereichischen Landesmeister Michael Gunitzberger von Anfang an gut unter Kontrolle, setze immer wieder harte Attacken und war schnell auf den Beinen. Je länger der Kampf dauerte spürte man den Respekt von Gunitzberger, vor den harten Schlägen Amitis, zumal er nach einem sauberen linken Haken weiche Knie bekam. Umso überraschter waren das ganze Team und auch andere Trainerkollegen, dass Gunitzberger mit einem 2:1 zum Sieger erkoren wurde.
 
Einsätze am Samstag
 
Am Samstagabend musste Attila gegen Jorde Manuel vom Boxverband Sachsen antreten,
wiederum gegen einen körperlich sehr starken Boxer. Durch seine Schnelligkeit konnte er dennoch sehr gut mithalten und kam lediglich in der letzten Runde in Bedrängnis. Leider reichte es nicht zum Sieg, da der Gegner mehr Erfahrung und Kraft mitbrachte. Attila verfügt über ein grosses Potenzial und ist ein Versprechen für die Zukunft, vor allem wenn er in seiner angestammten Gewichtsklasse boxt.
 
Enis bekam es am Samstagabend mit Jan Klikar (Tschechei) zu tun, der über die Erfahrung von mehr als 100 Kämpfen verfügt. Es zeichnete sich ein ausgeglichener Kampf ab, der wiederum mit einem knappen 2:1 Sieg an den Tschechen ging. Enis, der in der letzten Runde in gewohnter Manier alles riskierte und den Gegner mächtig unter Druck setzte, konnte dies nicht ausspielen, da der Tscheche in brenzligen Momenten den Mundschutz verlor, auch das ist eine wichtige Erfahrung!
 
Fazit

Beide Boxer haben bravourös gekämpft und alles gegeben, konnten ihre sehr guten Leistungen aber nicht in Siege ummünzen. Und trotzdem war die Teilnahme am Turnier in Österreich aufgrund der gemachten Erfahrungen sehr wertvoll.




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