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Grusswort des Präsidenten

                                                                                                          

                                                                                                          Bethelhausen, im Juli 2016

 

Liebe Mitglieder der Schweizer Box-Familie,

die ersten sechs Monate des Jahres waren ereignisreich für SwissBoxing. Bei den Junioren-Meisterschaften und den beiden Regionalmeisterschaften wurde guter Boxsport gezeigt. Gut geschlagen hat sich auch die Kampfgemeinschaft Ostschweiz, die beim 1. Int. Bodensee Box-Cup den zweiten Platz belegte. Darüber hinaus hatten wir zum ersten Mal seit Jahrzehnten gleich drei Kandidaten und eine Kandidatin in der Qualifikation für die Olympischen Spiele. Trotz der ausgezeichneten Leistungen reichte es bei den Qualifikationsturnieren leider nicht für einen Startplatz in Rio de Janeiro. Gleichwohl dürfen wir stolz sein über die gezeigten Leistungen unserer Athletin und unseren Athleten und gratulieren ihnen dazu!

Das erste Halbjahr 2016 brachte dem Schweizer Boxsport auch traurige Momente. So hiess es Abschied nehmen von alt Bundesrat und SwissBoxing-Ehrenmitglied Pierre Aubert. Und mit Kasam Pulaj kam bei einem Motorradunfall ein hoffnungsvoller Profi ums Leben, der wenige Tage zuvor ein erfolgreiches Debut gefeiert hatte. Die ganze Box-Welt schliesslich trauerte Anfang Juni, als Muhammad Ali im Alter von 74 Jahren verstarb. Auf zahllosen Fernsehkanälen in aller Welt wurde die Erinnerung an den „Grössten“ zelebriert. Obwohl das Prädikat „bester Boxer aller Zeiten“ nicht von allen geteilt wird, so darf man doch feststellen, dass es zu Alis Glanzzeiten niemanden gab, dem er egal war. Entweder man mochte Ali oder man war gegen ihn – schon das zeigt, dass er die Menschen bewegt hat. So etwas ist zuvor keinem Boxer gelungen und wird auch keinem mehr gelingen. Dies trifft auch auf die riesige Popularität zu, die Muhammad Ali bis ans Lebensende zuteil wurde.

Bereits sind zehn Jahre vergangen seit meiner Wahl zum Präsidenten des Schweizerischen Boxverbandes - seit 2009 SwissBoxing. Diesen Zeitpunkt möchte ich nutzen, eine kleine Bilanz zu ziehen.

Im sportlichen Bereich haben wir in dieser Zeit über 600 Box-Veranstaltungen bewilligt und erlebt in der Schweiz. Zudem konnten unsere Nachwuchs-, Damen- und Herren-Elite-Boxer an rund einem Duzend Welt- und Europameisterschaften teilnehmen und sie zeigten dabei zum Teil hervorragende Leistungen. Darüber hinaus konnten wir mit dem „SwissBoxing Nationen-Cup“ und dem „Internationalen Bodensee Box-Cup“ zwei Turniere auf internationaler Ebene lancieren. Im Weiteren haben wir mit Sport-Manager Federico Beresini und Frauen-/Nachwuchs-Chef Michi Sommer seit längerer Zeit eine gut funktionierende Leitung im Sportbereich. Ausserdem konnten wir die Trainerausbildung in Zusammenarbeit mit den Nachbarländern optimieren.

Bei den Profis erlebten wir hierzulande WM-Kämpfe mit Abraham, Valuev und den Klitschkos. Aber auch Schweizer Profis konnten Titel gewinnen - so Alain Chervet, Roberto Belge, Yves Studer, Nicole Boss und Ornella Domini. Arnold "THE COBRA" Gjergjaj seinerseits, zuvor Europameister der Nicht-EU-Staaten, wagte sich im Mai dieses Jahres in die "Höhle des Löwen", stand aber gegen den mehrfachen Ex-Weltmeister David Haye auf verlorenem Posten.

Ein Volltreffer war daneben das 100-Jahr-Jubiläum von SwissBoxing im Jahr 2013, bei dem auch die Chronik unseres Verbandes vorgestellt wurde. Gerade die Erinnerung an das gelungene Jubiläum erfüllt uns zu Recht mit Stolz und ist zugleich Grund für mich, zu danken. Ihnen allen und insbesondere den Mitgliedern des Verbandsrats – ohne Sie wäre diese positive Entwicklung nicht möglich gewesen. Der positive Trend soll uns auch in der zweiten Jahreshälfte begleiten – wozu ich allen viele „Lucky Punchs“ wünsche!

Herzlich

Andreas Anderegg, Präsident SwissBoxing




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