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Bärn boxt: Eine Idee setzt sich durch

Ueli E. Adam, 27.02.2017

In der Matte-Halle in Bern wurde die neue Box-Saison mit einem Konzept eröffnet, das bereits im Vorjahr für Aufsehen gesorgt hatte. Unter der Regie von Pascal Brawand (Boxen zur Bildung) haben sich die Berner Clubs in das neue Jahr geboxt. Ein Meeting, das auch dieses Jahr dank einem Miteinander prompt zu einem Erfolg geworden ist.

In den Kategorien Jugend und Elite standen 13 Kämpfe auf dem Programm. Obschon sich mehrere Boxer im ersten Kampf ihrer Karriere messen mussten, war das technische Niveau gut und es wurde spanender Sport geboten. Interessant dabei war, dass der individuelle Ausbildungsstand der Athleten und Athletinnen gut erkennbar eingeschätzt werden konnte.

v.l.n.r. Sandro Huber (BC Bern), Beni Huber (Boxschule Viktoria), Vito Rana (BC Bern), Alain Chervet (Boxing Kings), Pascal Brawand (Boxen zur Bildung), Björn Zürcher (ABCB), Andreas Schütz (Bären Box Club)

Die Berner Clubs dürfen mit dem Resultat zufrieden sein.  Alle Kämpferinnen und Kämpfer zeigten ansprechende Leistungen und stellten Trainern und Betreuern ein gutes Zeugnis aus.

Die Gegner der Bernerinnen und Berner konnten ebenfalls mit sehr guten Leistungen punkten. Aufgefallen sind Nik Dietiker (Box Union Winterthur) und Cihad Lochbrunner (Boxring Basel), die bereits erste Zeichen ihrer Klasse abliefern konnten. Die Berner erfüllten die Erwartungen. Das innerbernisches Duell zwischen Valentin Bosshard (Boxing Kings Boxring Bern) und Luis Offermann (Boxclub Bern) im Schwergewicht war spektakulär und musste leider infolge einer Verletzung vorzeitig entschieden werden.

Im Hauptkampf des Abends traf der Einheimische Gabriel Santana Baretto auf den Luzerner Thomas Odermatt, der den Kampf in der ersten Runde dominierte. Baretto replizierte beeindruckend. Mit präzisen Treffern in der Nahdistanz und variablen Schlägen konnte der Berner sein Talent ausspielen und den Kampf für sich entscheiden. Im neunten Kampf war dies der neunte Sieg für Baretto.

Die junge Berner Boxerin Fiona Wyss mit ihrem Vorbild Alain Chervet

Gespannt war man auf den Kampf der grossen Berner Hoffnungsträgerin. Die 18-jährige Fiona Wyss, die man zu den Ausnahmekönnerinnen zählen darf, musste sich gegen eine sehr starke Französin bewähren. Die klar favorisierte Johanna Wonjou (Paris, französisches Nationalkader) wurde ihrem Ruf gerecht. Wyss konnte mit wie immer sehr guten Aktionen die Französin ab und zu in Bedrängnis bringen; trotzdem war eine knappe Niederlage nach Punkten absehbar. Wonjou siegte mit 3:0 Richterstimmen. Ein Lob geht an Pascal Brawand: er ist überzeugt, dass seine Boxerin nur mit starken Gegnerinnen wachsen kann. Das hat Fiona Wyss bewiesen.

Abschliessend darf allen Kämpferinnen und Kämpfern zu ihren guten Kämpfen gratuliert werden. Die Resultatliste beweist diese Einschätzung.

Resultatübersicht

 




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