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Viviane Obenauf Siegerin im Kampf um den WBF International Titel

Ueli E. Adam, 26.03.2017

Die Profiboxerin aus Brienz holt sich in Interlaken mit einer überzeugenden Leistung den Titel der World Boxing Federation im Leichtgewicht. Sie schlägt die Serbin Maja Milenkovic durch TKO in der achten Runde.

Viviane "The Golden Girl" Obenauf, beherrschte ihre Gegnerin bis zum Kampfabbruch im 8. Durchgang (Fotos: Ueli E. Adam)

Nach ihrem legendären Kampf vor 26'000 Zuschauern in Manchester gegen Olympia-Siegerin und Weltmeisterin Katie Taylor steht Viviane Obenauf im Fokus der europäischen Veranstalter. Der Brienzerin werden internationale Kämpfe angeboten, um  ihr Potenzial konkret beurteilen zu können. Vernünftigerweise ist Obenauf sehr zurückhaltend in Bezug auf diese Angebote. Mit dem Kampf gegen Milenkovic hat sie indessen für eine klare Ansage gesorgt: sie ist auf dem Weg nach oben.

Der Delegierte der WBF, Jean Marcel Nartz, gehört zu den bedeutendsten Kennern und Funktionären des Boxsports. Er sieht in den Titelkämpfen, die man hinsichtlich ihrer Bedeutung objektiv einschätzen muss, durchaus ein Sprungbrett für höhere Aufgaben.

Einen grossen Sieg hat Viviane Obenauf auch für ihre Sponsoren erkämpft. Dank ihr ist das weltberühmte Interlaken auf der Landkarte des Boxens verzeichnet. Im wunderbaren Theater-Saal des Kursaal-Kongress-Zentrums wurde dies eindrücklich bestätigt.

Die Strapazen haben sich gelohnt: Viviane ist nach ihrem grossen Sieg neue Titelträgerin der IBF

Viviane Obenauf (60,2 kg, 9-2-0) bestimmt den Kampf gegen die mit österreichischer Lizenz boxende Maja Milenkovic (58,1 kg, 5-8-0) von Beginn weg. Die 24-jährige Serbin, die in ihrer noch jungen Karriere bereits starke Gegnerinnen geboxt hat, beweist im Kampf durchaus ihre technischen Fähigkeiten. Das reicht gegen Obenauf nicht. In dem auf 8 Runden angesetzten Kampf kommt es nach 1’50 Min in der letzten Runde zum Show-down: Nach einem Schlaghagel von Obenauf wird Milenkovic durch Ringrichter Fabian Guggenheim mit einem TKO aus dem Kampf genommen.

 

 




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