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3. Ausgabe des „Torneo Guanto d’oro“. Der Bericht

Jack Schmidli, 08. Oktober 2017

Bereits zum 3. Mal ging an diesem Wochenende das „Torneo Guanto d’oro“, oder frei übersetzt, das „Turnier um den goldenen Handschuh“, über die Bühne. Nicht weniger als 70 Boxerinnen und Boxer hatten sich für diesen Event, der in Bezug auf das Teilnehmerfeld und die Qualität der Kämpfe einer Schweizermeisterschaft in nichts nachstand, angemeldet. Mannschaftssieger wurde knapp vor NAB Frenkendorf der Box-Club Locarno. Als bester Boxer zeichnete die Jury, trotz Niederlage im Finalkampf, den Frauenfelder Jason Kuogo aus.


Standen vor einem Jahr noch 19 Kämpfe auf dem Programm, waren es an diesem Wochenende bereits deren 30. Die Beliebtheit dieses von Americo Fernandes und dessen Team mit grossem Aufwand organisierten Turniers nimmt von Jahr zu Jahr zu. Erfreulich ist zudem der Umstand, dass während der beiden Tage lediglich ein Knockout zu verzeichnen war und nur zwei Kämpfe durch den Ringrichter gestoppt werden mussten (RSC = Referee stops Contest).

Sie wurden von der Jury zu den besten Boxern des Turniers erkoren, v.l.n.r.: Attila Varga (3. Platz), Jason Kuogo (1. Platz) und Arber Ibishi (2. Platz)

Vom heutigen Tag verdienen vier Kämpfe besondere Erwähnung: In der Kategorie Junioren standen sich der Frauenfelder Jason Kuogo und der Tessiner Simon Anselmi (BC Locarno) gegenüber. Die erste Runde verschlief der Ostschweizer förmlich. Ab dem 2. Durchgang fand er indes besser in den Kampf und dominierte diesen gegen Ende der Runde, sodass sich Anselmi gezwungen sah, den „Rückwärtsgang“ einzuschalten. In der 3. Runde imponierte der von Engjell Toma betreute Jungboxer durch sehenswerte präzise Schlagkombinationen zu Kopf und Körper. Anselmi hing beim Schlussgong kampflos in den Seilen. Zum Schutze desselben hätte der Ringrichter den Kampf früher abbrechen müssen. Trotz der Niederlage erklärte die Jury Jaon Kuogo zum besten Boxer des Turniers.

Beide Boxer schenkten sich absolut nichts (links im Bild Arber Ibishi und rechts Tiago Pugno)

Ebenfalls zu begeistern wussten Tiago Pugno aus Riazzino und Arber Ibishi (BC Nyon) im Leichtgewichts-Finalkampf. Beide Boxer schenkten dem Gegner nichts und hielten die hohe Schlagkadenz bis zum Schluss aufrecht. Ibishi gelang die Revanche für die Niederlage vom Vortag und siegte knapp aber verdient nach Punten.

Eine grossartige Leistung lieferte ein weiteres Jung-Talent ab. Der für NAB Frenkendorf kämpfende Attila Vargas wusste auf der ganzen „Klaviatur des Boxens“ zu überzeugen und siegte gegen den aufsässigen Yves Tazi (CP Carouge) einstimmig nach Punkten. Der Kampf wurde im Weltergewicht ausgetragen.

Sehr knapp aber unter Berücksichtigung der gebotenen Leistung über drei Runden verdient, siegte der Veteran und SBT-Boxer Egzon Maliqaj (Box-Schule Gebenstorf) im Mittelgewicht gegen Amado das Neves. Der von Pascal „Chagaev“ Stalder betreute angehende Maschinenbau-Ingenieur ist eine wichtige Stütze für das SwissBoxingTeam.

Überraschend, aber schliesslich verdient siegte Vincent Kees (Club Yverdonnois de boxe) im Halbschwergewicht gegen den aus dem Nachwuchs in die Elite aufgestiegenen Christian Pedrazzi (BC Ascona). Der junge Tessiner tat einfach zu wenig für den Sieg, liess aber phasenweise sein grosses Talent erkennen.

Die durften ihren Vorjahressieg am Wochenende wiederholen, das Team des Box-Club Locarno

Mächtig freute sich der umtriebige Americo Fernandes über den Sieg seiner Squadra (3 Gold- und 4 Silber-Medaillen). Mit nur einem Punkt Rückstand landete die Equipe aus Frenkendorf auf dem 2. Platz (2 Gold- und 3 Silber-Medaillen). Sehr erfolgreich mit 3 Gold- und einer Silber-Medaille war auch der Club Pugiliste Carouge.

Zum besten Boxer erklärte die Jury den Frauenfelder Jason Kuogo. Nebst einem kleinen Pokal durfte er auch eine trendige Armbanduhr in Empfang nehmen. Zweiter wurde der kämpferische Arber Ibishi (BC Nyon) und für den 3. Platz qualifizierte sich der talentierte Attila Varga (NAB Frenkendorf).

Resultate
 

Traduction suivra
 




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