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„Ceinture Montana“: Gute Leistungen trotz Niederlagen gegen die Turniersieger

15.04.2018 (JS)  - Nach dem grossartigen Start ins Turnier – drei Boxer und eine Boxerin schafften mit teils überraschenden Siegen den Einzug ins Halbfinale und hatten damit eine Bronzemedaille auf sicher -  mussten Gabriel Santana Barreto, Horia Trif, Sandra Brügger und Ilyas Winterhalder den Sieg ihren Gegnern überlassen.

Kommentar von Michael Brinstil, der die Boxerinnen und Boxer während des Turniers begleitete, zu den einzelnen Kämpfen:

Gabriel Santana Barreto vs Rakhimov (Uzbek)

Der Usbeke ging mit einem Palmares von ca. 180 Kämpfen als klarer Favorit in den Kampf. Dieser setzte Barreto von Beginn weg unter Druck und lies ihm wenig Raum für sein bewegliches Boxen. Im Verlauf des Kampfes gelang es Barreto immer besser auch selber Treffer zu setzen. Doch das Urteil war am Schluss des Kampfes klar, Gewinner nach Punkten, der Mann aus Usbekistan. Dieser gewann am Samstag den Final. Für Barreto eine wichtige Erfahrung, um sein grosses Potenzial in Zukunft ausschöpfen zu können um auch solche Gegner zu bezwingen.

Horia Trif vs Kastrit Sopa (D)

Trif wusste schon vor dem Kampf, dass er gegen den Deutschen (100K/80S/20N) eine top Leistung zeigen muss, damit er diesen bezwingen kann. Trif gelang ein guter Start, er agierte schnell und setzte klare Treffer, die ihm die erste Runde sicherten. In der zweiten Runde verlor er jedoch seine Linie und der Kampf wurde zunehmend unsauber, in dieser Situation behielt der deutsche die bessere Übersicht, Sieg für Deutschland.

Sandra Brügger vs Stelly Ferge (F)

Von Beginn weg war klar, dass Brügger diesen Kampf dominieren muss um den Heimvorteil der Französin wettzumachen. Brügger setzte in der ersten Runde die klaren Treffer. In der zweiten Runde wurde die Schweizerin von einem präzisen Haken getroffen, worauf der Ringrichter sie anzählte. Obwohl sich die Französin ab diesem Zeitpunkt besser in Szene zu versetzen wusste, war am klaren Punktesieg von Brügger nicht zu zweifeln. Doch die Punkterichter entschieden, zum Unverständnis aller Zuschauer, zu Gunsten der Französin. Schade, dass immer wieder Faktoren die ausserhalb des Boxringes stattfinden den Kampf entscheiden. Bemerkenswert ist jedoch, dass es der Französin gelingt im Finale von Samstag die amtierende Weltmeisterin aus Italien klar zu bezwingen.

Ilyas Winterhalder vs Mastrenunzio (I)

Der junge Schweizer musste sich dem starken Italiener stellen, der bereits vor einer Woche in Uster den Schweizer Attila Varga bezwang. Der Italiener schlug immer wieder schnelle und präzise Serien und setzte Winterhalder unter Druck. Trotzdem gelang es Winterhalder überlegt und ruhig zu boxen und immer wieder auch selber präzise zu treffen. Obwoh Winterhalder den Kampf schlussendlich nach Punkten verlor, stieg er mit wertvollen neuen Erfahrungen und viel Zuversicht aus dem Ring. Auch sein Gegner gewinnt am Samstag des Turniers und unterstreich somit die gute Leistung Winterhalders.

Fazit

In Anbetracht, dass drei der vier Halbfinalgegner auch am Ende das Turnier gewinnen kann man mit der Leistung des Swiss Boxing Teams zufrieden sein. Besonders war neben den Leistungen der Athleten und Athletinnen sicher die tolle Stimmung im Team. Das macht Lust auf neue Herausforderungen und hinterlässt bei vielen Nationen ein positives Bild des Swiss Boxing Teams. Dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten. 

 




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