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Sefer Seferi chancenlos gegen Tyson Fury

Jack Schmidli, 10.06.2018

10.06.2018 – Viel Unterhaltungswert aber wenig Sport bekamen die Zuschauer gestern Abend in Manchester beim Hauptkampf zwischen dem «linearen Weltmeister im Schwergewicht» Tyson Fury und dem Burgdorfer Sefer «The Real Deal» Seferi zu sehen. Seferi gab in der Pause zur fünften Runde auf.



«Ich hätte den Fight bereits in der ersten Runde beenden können», sagte Fury nach dem Duell. «Aber ich wollte bewusst einige Runden boxen, da ich seit 30 Monaten nicht mehr im Ring stand».

Anfänglich gefielen die Showeinlagen der beiden Protagonisten dem Publikum. Während Seferi versuchte, den Ali-Shuffle zum Besten zu geben, ruderte der «Gipsy King» mit seinen langen Armen herum und mimte den Wilden Mann. Allerdings wollte das Publikum nach diesen Showeinlagen dann aber einen richtigen Kampf sehen. Da die Clownereien aber weitergingen, ernteten die beiden Boxer Pfiffe und Buhrufe.  

Seferi ist zugute zu halten, dass er sich seinem Gegner mutig stellte und ab und zu versuchte, die lange Distanz zu Tyson Fury mit überfallartigen Angriffen zu überwinden Im vierten Rundgang landete der Engländer mit seinen schnellen Händen einige gute Treffer, die den normalerweise im Cruisergewicht boxenden Seferi massiv durchschüttelten. Zur Überraschung des Publikums gab Seferi den Kampf dann in der Pause zur fünften Runde auf. Er spürte wohl, dass es Fury nun ernst meinte und wollte sich offensichtlich vor weiteren schweren Treffern schützen.  

Seferi hat sich aus Sicht der Fans wohl unehrenhaft selber aus dem Kampf genommen. Auf der anderen Seite kommt dieser Entscheid aber seiner Gesundheit zugute. Und schliesslich darf er sich auch mit der weitaus besten Börse seiner Profikarriere trösten. Da der Emmentaler bereits 39 Jahre alt ist, ist zudem zu vermuten (und zu hoffen!), dass dessen Boxkarriere ohnehin bald dem Ende zugehen wird.   




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