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Weichen stellen für EM

Am Boxing Day die Weichen stellen für EM

Yves Studer bestreitet am Samstag im Kursaal seinen 24. Profi kampf

Ruedi Kunz

22.12.2009 - Weihnachtstage sind Schlemmertage. Yves Studer gehört zu denen, die in der Zeit der grossen Völlerei ihre Gelüste zügeln müssen. «Ich kann mich diese Woche nicht verwöhnen mit üppigen Menüs und Süssigkeiten», sagt der Profiboxer und Hobbykoch. Nach einer sehr intensiven letzten Trainingswoche habe er sein Kampfgewicht erreicht und möge dieses nicht wegen irgendwelcher kulinarischer Eskapaden aufs Spiel setzen. Was aber nicht heisst, dass sich Studer gar nichts mehr gönnt vor seinem 24. Profikampf. An Weihnachten, nach dem Wägen, ist er bei seiner Mutter zu einem Fondue Bourguignon eingeladen. «Ich werde aber bestimmt keine Riesenmengen verdrücken», versichert der gebürtige Freiburger.

Die 2-Minuten-DVD

Yves Studer wirkt wenige Tage vor dem Kampf sehr locker. Er habe sich gut vorbereitet, fühle sich in Form und freue sich extrem auf seinen bereits sechsten Auftritt als Profi im ausverkauften Berner Kursaal. Auf seinen samstäglichen Gegner Andrei Salakhudzinau angesprochen, sagt er: «Ich weiss eigentlich nichts über ihn.» Einzig eine DVD über einen Kampf, den der Weissrusse schon nach rund zwei Minuten beendete, hat sich der 27-Jährige angeguckt. «Aufschlussreich war das nicht wirklich.» Ohnehin mag sich Studer nicht allzu häufig mit dem Pflichtherausforderer auseinandersetzen. Man könne stundenlang Videos studieren, dennoch wisse man nicht, «ob einem ein Gegner im Ring liegt oder nicht».

Studer, der am Boxing Day wie gewohnt von Bruno Arati betreut wird, blickt dem Meeting mit gesundem Selbstvertrauen entgegen. «Ich will die Leute begeistern, und ich will gewinnen.» Der Mittelgewichtler strebt höhere Ziele an, auch wenn er betont, derzeit fokussiere er sich ausschliesslich auf den 26. Dezember. Irgendwann im nächsten Jahr, so die Zielsetzung von Studers Manager Daniel Hartmann, soll ein EM-Titelkampf auf dem Programm stehen. Läuft alles nach Plan, kann der Mittelgewichtler den Sieger des Duells Matthew Macklin (England) gegen Dimitri Pirog (Russland) herausfordern. Bedingung ist allerdings ein Erfolg über Salakhudzinau (9 Siege, 1 Niederlage). Studer sagt, er fühle sich deswegen nicht speziell unter Druck.

Belkacems erster Titelkampf

Neben Yves Studer boxt am 26. Dezember ein weiteres Mitglied der Boxing Kings um einen Titel. Mohamed Belkacem (18 Kämpfe, 16 Siege) erhält erstmals die Chance, einen Gürtel zu gewinnen. Er trifft auf den Weissrussen Mahamad Aripgatsjew, den EE-EU-Titelhalter im Halbschwergewicht.

Schliesslich bekommt das Berner Publikum auch noch den Tessiner Roberto Belge zu sehen. Der IBC-Titelträger im Weltergewicht trifft auf den Weissrussen Siarhey Navarka. Dessen Palmarès ist nicht wirklich beeindruckend: Von 31 Kämpfen hat der Osteuropäer nur deren 7 gewonnen. Navarka sei ein idealer Gegner für den lange Zeit verletzt gewesenen Belge, sagt Hartmann. Belge konnte wegen einer Schulterverletzung acht Monate keinen Kampf mehr bestreiten.

Boxing Day, Programm. Amateure (ab 15.20 Uhr): Olivia Boudouma - Caroline Dousse. – Alis Sijaric - Steve Castella. – Alain Chervet - Bernardino de Brito. – Profis (ab 16 Uhr): Aniya Seki (BK) - Elena Miftode (Rumänien). – Nicole Boss (BK) - Floarea Lihet (Rumänien). – Szili Istvan (BK) - Aliaksandr Sushchyts (W’russland). – Nasi Hani (BK) - Daniil Prakaptsou (W’russland). – 19 Uhr: Yves Studer (BK) - Andrei Salakhudzinau (W’russland). – 20 Uhr: Roberto Belge (BC Ascona) - Siarhey Navarka (BY). – 20.30 Uhr: Mohamed Belkacem (BK) - Moghamed Aripghadziev.




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