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Gute Leistung reicht Gjergjaj nicht

Schweizer Schwergewichtsboxer unterliegt im EM-Kampf in Istanbul

Andreas Anderegg, Istanbul, 21.04.2019

Der Schweizer Schwergewichts-Profiboxer Arnold Gjegjaj hat den Gewinn des EBU External Titels verpasst. Er unterlag am Freitag in Istanbul im Hauptkampf des Abends dem einheimischen Umut Camkiran über 12 Runden nach Punkten.



Die 12 Runden im letzten der insgesamt acht Profikämpfe im Silence Hotel Convention Center in Istanbul hatten eines gemeinsam. Der Gegner des Schweizers setzte jeweils gegen Ende der Runde zu einer Schlussoffensive an, die manche der guten Aktionen Arnold Gjergjaj davor in Vergessenheit gerieten liessen. So werteten zwei der Punktrichter den Kampf am Ende mit 115:113 zu Gunsten von Umut Camkiran, einer wertete gar 118:110 - was allerdings eindeutig zu hoch war.

Starker Start von Gjergjaj

Die rund 1200 Besucher in der vollbesetzten Halle erlebten in den 12 Runden spannendes Boxen. Derweil Arnold Gjergjaj zu Beginn des Kampfes leichtfüssig um den Gegner tanzte und diesen mit seinen Jabs immer wieder traf, setzte er dieses Rezept mit Fortdauer des Kampfes immer weniger ein. Stattdessen blieb er stehen und liess sich auf einen offenen Schlagabtausch ein. Und da hatte der um einen Kopf kleinere Gegner verständlicherweise die besseren Karten in der Hand. Alles in allem konnte Umut Camkiran den Schweizer allerdings nie in echte Bedrängnis bringen, was im umgekehrten Fall aber auch nicht der Fall war.

Zuversicht angebracht

Auch wenn der Profiboxer aus Pratteln am Freitagabend in Istanbul den EM-Titel der Nicht-EU-Staaten verpasst hat, so bleibt eine wichtige Erkenntnis: Arnold Gjergjaj hat den missratenen Auftritt gegen den Engländer David Haye vor drei Jahren definitiv hinter sich gelassen. Damit verbunden hat er allen Grund, zusammen mit Trainer Beat Ruckli und Manager Angelo Gallina optimistisch in die Zukunft zu gehen.




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