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Klitschko vs. Chambers

18.03.2010 - Das Duell zwischen Wladimir Klitschko und Eddie Chambers ist auch ein Duell der ehemaligen Sparringspartner. Klitschko gibt sich vor dem Kampf um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht, am 20. März in Düsseldorf, optimistisch. Chambers dagegen will am liebsten "die Welt schockieren".
Die obligatorische Pressekonferenz war wieder einmal das typische verbale Kräftemessen der Boxer. Während sich Wladimir Klitschko optimistisch äußerte und nach neunmonatiger Pause wieder "hungrig" auf einen Kampf ist, lässt Eddie Chambers schon einmal verbal die Fäuste fliegen. "Ich will die Welt schockieren", kündigte er vollmundig an. Wie schon die vorherigen Gegner Klitschkos hat auch er sich so hart vorbereitet wie noch nie.
Klitschko bereitet sich in Kitzbühel vor
Wladimir Klitschko hat sich in Kitzbühel auf den Kampf vorbereitet. Der Herausforderer ist 13 Zentimeter kleiner als der Titelverteidiger und kämpft genauso wie der Weltmeister in der Linksauslage. Klitschko hat dementsprechend seine Sparringspartner ausgewählt. "Ich habe es getestet und denke, die WM-Titel werden in der Klitschko-Familie bleiben", sagte er.
Es ist die erste Titelverteidigung seit dem 20. Juni 2009. Damals hatte Klitschko in zehn Runden gegen Ruslan Chagajew gewonnen. Für den Schwergewichts-Weltmeister der Verbände IBF und WBO ist es der 57. Profi-Kampf seiner Karriere. 53 Siege, davon 47 durch K.o. stehen bei dem Ukrainer zu Buche. "Dr. Steelhammer" will gegen Chambers diese Bilanz erweitern.
Chambers riecht die große Chance
Bei Herausforderern im Boxen ist es ja immer so eine Sache. Chris Arreola hatte gegen Wladimirs Bruder Witali Klitschko im vergangenen Jahr vollmundig angekündigt, der erste Boxweltmeister im Schwergewicht mit mexikanischen Wurzeln zu werden. Nach zehn Runden und über 300 Treffern stand eben dieser Arreola weinend im Ring, nachdem sein Trainer das Handtuch geschmissen hatte.
Genauso erging es dem letzten Gegner von Wladimir, Ruslan Chagajew. Auch hier hagelte es Treffer um Treffer, Abbruch vor der 10. Runde. Wenn der Gegner allerdings schnelle Fäuste und gute Reflexe hat, kann es für Wladimir problematisch werden. Corrie Sanders war so ein Beispiel. Mit schnellen Fäusten in den ersten Runden zwang der Südafrikaner den Titelverteidiger 2003 viermal in die Knie.
Eddie Chambers will es genau so machen. "Diese Chance lasse ich mir nicht entgehen", so der 27-Jährige. Er ist zwar mit 1,85 Meter 13 Zentimeter kleiner als Klitschko, hat aber im Gegensatz zu seinen Vorgängern einen entscheidenen Vorteil. Und der heißt Alexander Dimitrenko.
Dimitrenko als Generalprobe
Im Juli 2009 trat Chambers in Hamburg gegen Dimitrenko an und zeigte eindrucksvoll sein Können. Der Ukrainer ist, genauso wie Klitschko, ein gutes Stück größer als der US-Amerikaner. 16 Zentimeter, um genau zu sein. Doch das hinderte "Fast" nicht daran den Nahkampf zu suchen und so, mit harten Körpertreffern und Schlägen durch die Deckung, Dimitrenko mürbe zu machen. Er gilt zwar nicht als klassischer "Knock Outer", doch wer den wegfliegenden Mundschutz von Dimitrenko nach einem Volltreffer noch vor Augen hat weiß, dass Chambers gezielt und hart schlagen kann. Seine Kampfbilanz: 32 Kämpfe, 31 Siege, 18 davon durch K.o.. Fünf der letzten acht Kämpfe entschied der US-Boy nach Punkten für sich.
Wieder eine Fußballarena
Wladimir Klitschko hat sich für seinen Kampf gegen Chambers wieder eine Fußballarena ausgesucht. Der Sieg "auf Schalke" 2009 vor 61.000 Fans war ein gutes Omen. Dieses Mal findet der Kampf vor 51.000 Zuschauern in der Düsseldorf-Arena statt.
Brede Lockhoff / Eurosport



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