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Auf die Bluttat folgt Selbstmord

20.04.2010 - Der venezolanische Box-Weltmeister Edwin "Inca" Valero war in seinem Heimatland unter Mordverdacht festgenommen worden. Er soll seine Ehefrau Jennifer Carolina Viera (24) in einem Hotel in Valencia, rund 150 Kilometer westlich von Caracas, erstochen haben. Nun richtete er sich im Gefängnis selbst.
Nur wenige Stunden nach seiner Inhaftierung beging der 28-Jährige Selbstmord. Wie venezolanische Medien unter Berufung auf die Polizei berichten, erhängte sich der 28-Jährige in der Nacht zum Montag in seiner Zelle. Anscheinend hatte er seine Gefängniskleidung zu einem Strick gedreht und sich an einem Gitter stranguliert, erklärte Polizeichef Wilmer Flores.
Hilfe kam zu spät
Ein anderer Gefangener habe Valero gefunden. Es wurden zwar noch schwache Lebenszeichen festgestellt, aber alle Hilfe kam zu spät, so Flores. Wenige Tage zuvor hatte Valero seine Bluttat den Hotelangestellten gestanden haben, die daraufhin die Polizei alarmierten. Der WBC-Champion im Leichtgewicht war in der Vergangenheit mehrfach wegen Gewalttätigkeiten gegenüber seine Frau in die Schlagzeilen geraten.
Bereits im vergangenen Jahr hatte er in einem Krankenhaus Ärzte und Schwestern bedroht. Diese hatten seine Frau mit verschiedensten Verletzungen behandelt, unter anderem mit gebrochenen Rippen und einem Lungenriss - Folge eines seiner Gewaltexzesse.
Dennoch war der Kämpfer in seinem Land eine echte Berühmtheit, legendär für sein Tattoo mit dem Konterfei von Staatspräsident Hugo Chavez in der Nationalflagge auf seiner Brust.

Eurosport


Anmerkung: Valero hält die weltbeste K.O.-Quote der letzten 300 Jahre im Boxsport. Er gewann als Profi alle 27 Kämpfe vorzeitig. An zweiter Stelle rangiert Dr. Vitali Klitschko mit einer K.o.-Quote von über 90 %! Allerdings darf nicht übersehen werden, dass die alten Champions weit mehr Kämpfe ablieferten als die heutigen Protagonisten und nicht - wie in der heutigen Zeit - behutsam (d.h. mit schwachen Gegnern) aufgebaut wurden. Jack Schmidli



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