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Boxsport schlägt einfach alles

«schweiz.bewegt» Ausgesprochen viele Besucher am offenen Schnuppertraining

13.05.2010 - Als «mehr als normal» bezeichnete Stephan Bernhard, Präsident des Sporting Boxklubs Grenchen, den Besucheraufmarsch am Schnuppertraining von «Grenchen in Bewegung». Dieses fand in der Turnhalle im Schulhaus Kastels statt.
Kaspar Haupt
Boxen gehört zu den ältesten Zweikampfarten der Menschheit, welche schon die Antike kannte. In Homers «Ilias» wird von Faustkämpfen berichtet, und seit 668 vor Christus gehört das Boxen zu dem olympischen Sportarten. Mit dem Untergang Roms verschwanden die Gladiatorenkämpfe und damit lange Zeit auch das Boxen. In der Schweiz herrscht seit mehr als 80 Jahren in vielen Boxklubs eine Faszination für den Amateurboxsport, der seit 1867 nach den Regeln vom Marquis of Queensbury eine magische Anziehungskraft ausübt. Neuerdings auch auf die Damen.
Mit Boxen fit halten lautet die Devise vieler Besucher, weil das Boxtraining vielseitig und hart ist und das Selbstvertrauen stärkt. Darin sieht Dominik Bernhard – Trainer im Sporting Boxklub – die Beweggründe für den Schnuppertag und das Interesse im Allgemeinen. «Wir trainieren drei Mal wöchentlich im Schulhaus Kastels und im Durchschnitt wird das Training von zirka zwanzig Teilnehmern besucht. Zwar sind es nicht nur Klubmitglieder, sondern allerlei Menschen, die Spass am Boxtraining haben. Gegen ein Entgelt kann man bei uns trainieren, ohne Mitglied zu sein.»
Stadtpräsident ist überzeugt
Boxen ist vielleicht die eleganteste Art der Selbstverteidigung. Das Training ist so vielseitig, weil es auf Stolz, Mut, Willenskraft aufbaut. Aber auch auf Fairness, da Schlagstärke und Emotionen beherrscht werden. Im Training lernt man, dass man im Leben auch Treffer einstecken muss, ohne vor Angst zu erstarren.
Stadtpräsident Boris Banga war erstaunt über die grosse Anzahl Teilnehmer am Schnuppertraining. Er fragte, ob die Faszination auf den einzigartigen Bewegungen der tänzelnden Schritte liege, oder daran, seinen Körper unter Kontrolle zu halten. Ausserdem gelte die Regel «treffen, ohne getroffen zu werden». Jedenfalls ist der Stadtpräsident fest davon überzeugt, dass Boxen eine echte Karakterschulung ist.
Kein Sport für Schlägertypen
Unter den rund 40 Trainingsbesuchern waren auch zwei Girls: Mimoza und Imane. Die beiden jungen Frauen eifern vor allem ihrem Vorbild, dem Boxtalent Tina Burger (war übrigens auch anwesend) nach.
Die Mädchen betonten, dass der Boxsport sie fesselt. Ausserdem sei das Training eine gute Körperschulung. «Wir sind überzeugt und wollen Tina Burger nacheifern, um zu zeigen, dass Frauenboxen ein intelligenter und ernst zu nehmender Sport ist», erklärten die beiden. «Boxen hat mit Schlägereien nichts zu tun. Leider ist es aber heute noch so, dass der Boxsport immer noch einen schlechten Ruf hat.»
 



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