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Klitschko im SCB-Revier?

Die Anzeichen verdichten sich, dass der Ukrainer Witali Klitschko am 12.Dezember in der PostFinance-Arena boxen wird.

07.10.2009 - Das Gerücht, dass Vitali Klitschko, der Schwergewichtschampion des World Boxing Council, seinen Titel in Bern verteidigen will, geistert schon länger herum. Mittlerweile gibt es konkrete Anzeichen: Auf der Internetseite boxrec.com, einer verlässliche Plattform für Ergebnisse und Kampfbilanzen im Berufsboxen, ist für den 12.Dezember in Bern der WM-Kampf Vitali Klitschko gegen den ungeschlagenen Amerikaner Kevin Johnson angekündigt. Der Eintrag gewinnt an Bedeutung, weil er von einem renommierten, meist hervorragend informierten deutschen Journalisten stammt.

Lüthi: «No comment»

Anders als fälschlicherweise kolportiert, kommt der Kursaal als Veranstaltungsstätte nicht in Frage. Ein Event dieser Grössenordnung kann nur mit einer fünfstelligen Zuschauerzahl Gewinn bringend durchgeführt werden. Insofern ist im Winter nur die PostFinance-Arena als Austragungsort denkbar. Offenbar sind die Verhandlungen zwischen dem Management der Klitschko-Brüder und heute soll definitiv entschieden werden. «No dem SCB weit fortgeschritten; comment», sagt Marc Lüthi, CEO des SCB, zu diesem Thema. Zwei Wörter sind wenig, müssen deswegen aber nicht über geringe Aussagekraft verfügen. Lüthis Statement darf durchaus so interpretiert werden, dass er den kurz bevorstehenden Vertragsabschluss nicht gefährden will. Käme es zum Titelkampf in Bern, müsste vom 11.Dezember gegen Zug verschoben werden, da es kaum das Heimspiel des SCB möglich ist, innert knapp 20 Stunden ein Eisstadion in eine 20 Grad warme Boxarena zu verwandeln.

Keine offizielle Anfrage

Bei Peter Stucki, Präsident der Schweizer Berufsboxkommission, ist bisher keine Anfrage eingetroffen. Das ist freilich nicht nötig; die Veranstaltung könnte ohne Zustimmung von Swiss Boxing durchgeführt werden. Daniel Hartmann, Veranstalter des Boxing Day, ist das Gerücht zu Ohren gekommen. Freude an der übermächtigen Konkurrenz hätte er nicht; er kann sich aber eine Zusammenarbeit Yves Studer im Vorprogramm von Witali Klitschko – die Berner Boxfans vorstellen: dürften sich freuen. © Der Bund/Adrian Ruch




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