News

Light-Contact Boxing: Interview mit Pascal Brawand

30.05.2010 -Seit einiger Zeit wird an der Kanti Solothurn Light-Contact Boxing praktiziert und als Freiwahlfach angeboten. Pascal Brawand (freischaffender Boxlehrer und for ju:) Box-Instructor®) von Boxen zur Bildung, führte mit Daniel Müller dem Verantwortlichen des Freikurses ein Interview:

P. Brawand: Wie bist Du auf die Idee gekommen Light-Contact Boxing als Freifach anzubieten?

D. Müller: Boxen hat mich schon immer fasziniert. Nach etlichen Jahren Fussball und Ausdauersport habe ich mich entschlossen, mich noch in dieser Richtung umzusehen.

P. B.: Wo hast Du die Einführung gemacht und das nötige know how des Boxens erworben?

D. M.: Zuerst war ich zu Gast beim Boxclub Solothurn, dort wurde aber hauptsächlich Fitness trainiert, ich wollte aber Technik vermittelt bekommen. So kam es mir gelegen, dass über den SVSS ein Kurs ausgeschrieben wurde, der mich interessierte. In Zürich lernte ich bei Ivo Furrer und Stefan Käser das LCB kennen. Dieser tägige Kurs genügte mir nicht, im Hinterkopf hatte ich schon die Idee von einer möglichen Umsetzung an unserer Schule. So informierte ich mich bezüglich weiterer Trainingsmöglichkeiten und bin dann auf diesen langhaarigen Kerl aus Bern: (Pascal Brawand Anm. d A.) gestossen. Dieser hat mich schlussendlich weitergebracht und mich auch motiviert dranzubleiben. Vielen Dank!

P. B.: In welchem Rahmen wird es nun umgesetzt?

D. M.: Unsere Schule bietet Freikurse an (Sprachen, Sport, ...). Im Rahmen dieser Kurse habe ich für das laufende Schuljahr als Pilotkurs LCB ausgeschrieben. Das neue Angebot lockte die Schülerinnen und Schüler, viele Anmeldungen gingen ein. Wir alle wussten aber nicht so recht, wie sich das Projekt entwickeln würde. Es kam zu zwei Gruppen wegen der vielen Interessierten. Nun ist es so, dass die Dienstaggruppe eher Richtung Fitness-Boxen geht und die Donnerstaggruppe eher Richtung LCB. Wir werden sehen, wie es im neuen Schuljahr weiter geht.

P. B.: Schildere ein paar Erlebnisse und Stimmen der SchülerInnen!

D. M.: Es gab Schüler und Schülerinnen, die nach ersten Erfahrungen das Austeilen und Einstecken von Treffern unangenehm empfanden und aufhörten. - Ich habe nach einigen Trainings gemerkt, wo die Interessen lagen. Im Gespräch haben wir dann festgelegt, wie der Kurs inhaltlich gestaltet wird. Die Schüler und Schülerinnen kommen freiwillig; mir ist es wichtig, dass das Programm für die "Kunden" stimmt. Die Verantwortung liegt aber immer bei mir. Mein Ziel ist nach wie vor, sie in den Boxsport einzuführen. Ich wehre mich gegen einen "reinen" Fitness-Kurs. - Grundsätzlich stimmt es für die Mädchen und Knaben. - Die Gruppenmitglieder haben sich kennen gelernt und begegnen sich auch ausserhalb des Kurses anders als bisher. Dazu gehören!

Gut ist wohl auch, dass wir mit dem angeschafften Material gutes Werkzeug zur Verfügung haben. Die Bandagen und den Zahnschutz haben die Teilnehmenden selber bezahlt - sie fühlen sich mit diesen persönlichen Utensilien als Box-Sportler und -Sportlerinnen.
Und zu guter letzt: ich kann nur hinter dem Freikurs stehen, wenn ich mich immer wieder weiterbilde und selber kompetenter werde!

P.B.: Lieber Daniel, Merci viu mau und hoffentlich bis gli




Weitere News


© 2018, Swiss Boxing Federation