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Box-Meeting Luzern

05.10.2009 - Der Littauer Schwergewichtsprofiboxer Xhavit Bajrami (34) trägt in Kampfsportkreisen den Übernamen «Gentleman». Und genauso verliess er nach dem Hauptkampf gegen den Ungarn Sandor Balogh den Ring: Freundlich lächelnd, kaum gezeichnet und mit der Gewissheit, der klar bessere Boxer gewesen zu sein. Alle drei Ringrichter waren ebenfalls dieser Meinung.

 

Einfach machte es ihm der Ungare jedoch nicht. Nach anfänglichem Abtasten marschierte er vornübergebeugt mit einer kompakten Doppeldeckung pausenlos auf Bajrami zu. «Es war fast unmöglich, diese gut geschlossene Deckung zu durchbrechen. Am ehesten kam ich mit Aufwärtshaken zum Ziel», analysierte der mit fast 50 Kämpfen als Kickboxer erfahrene Fighter seinen erst zweiten Profikampf als Boxer. «Solche Gegner sind sehr gefährlich, weil es viel Kraft kostet, immer wieder ohne Erfolg in die Deckung zu schlagen. Dabei muss man stets hoch konzentriert bleiben, denn ein Luckypunch ist jederzeit möglich und kann das Aus bedeuten.» In der vierten von sechs Runden gelang es zwar Bajrami, seinen Gegner mit einer Serie von harten Schlägen auf die Bretter zu schicken. Doch der für seine grossen Nehmerqualitäten bekannte Balogh, der in seiner Karriere noch nie durch K.o. verloren hat, erholte sich wieder. «Das sind gefährliche Momente, denn man ist versucht, nach dem Niederschlag fast euphorisch die Entscheidung zu suchen. Ich fightete aber konzentriert weiter und blieb meiner Taktik treu, den Gegner dank meiner grösseren Reichweite auf Distanz zu halten», erklärte Bajrami weiter.

 

Keine Treffer kassiert

Wie gut ihm dies gelang, zeigt auch die Tatsache, dass er während des ganzen Kampfes keinen harten Treffer einstecken musste. «Es war für die Zuschauer sicher kein attraktiver Kampf. Ich bin mit meiner Leistung jedoch sehr zufrieden. Es war eine klare Steigerung gegenüber meinem ersten Profikampf im Frühling.»

Beim zweiten Profifight dieses zur Erinnerung an die Box-Europameisterschaften 1959 in Luzern ausgetragenen Meetings siegte der Tessiner Disarjot Gashi durch K. o. in der dritten Runde gegen den Ungarn Jozdef Meszaros. Mit knapp 300 Zuschauern blieb der Publikumsaufmarsch in Emmenbrücke klar unter den Erwartungen. Kurt Grüter - © Neue Luzerner Zeitung


03.10.2009 - Resultatübersicht Box-Meeting Luzern




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