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Boxmeeting Gebenstorf – Light-Contact Boxing


Fast wie echtes Boxen: LCB-Athleten duellieren sich im Ring. Harte Treffer sind strikte verboten


Bericht von Gregor Stadelmann

06.2010 - Ein sportliches Highlight des Boxens fand wieder einmal in Gebenstorf statt. In 19 Leichtkontaktmatchs und 16 olympischen Boxkämpfen duellierten sich zahlreiche Athletinnen und Athleten. Anbei noch ein paar Worte zum Leichtkontaktboxen.
Vorwort
Eindrucksvoll war die Beinarbeit von Arbnor Jashari beim Aufwärmen im Eingang der ehemaligen Kirche. Der Junge bewegte sich perfekt auf den Zehenspitzen.
Leichtkontaktboxen ist eine sinnvolle Ergänzung zum olympischen Boxen. Es erlaubt, dass eine grosse Masse von Athleten spielerisch Ringluft schnuppern kann. Gleichzeitig gibt ihnen die Möglichkeit sich zu messen. Die Trainingsleistung steigert sich klar, wenn man den Sportlern ein Ziel in der näheren Zukunft setzt. Ein Jahr hartes Training ist für einen 16-jährigen eine lange Durststrecke, meist ohne Quick-wins!
Mitglieder von Vereinen aus der ganzen Schweiz und sogar aus Hamburg pilgerten nach Gebenstorf. Dem Verein aus Hamburg mit einer Reisezeit von 14 Stunden sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen.
Die Matchs
Die erfahrenste Leichtkontaktboxerin war wieder einmal die 11-jährige Eliana Pileggi (Bild unten) mit Cheftrainer Michael Sommer. Bereits ihren 19. und 20. Match absolvierte sie in Gebenstorf. Ergebnis: Ein Unentschieden und ein Sieg bleiben als Vermerk in der Lizenz. Es bleibt zu hoffen, dass diese junge Sportlerin dem Boxsport erhalten bleibt.


Einen heissen Match lieferten sich der Einheimische Musti Yurtsever und Fétiu Burmi (Bild unten), betreut von Angelo Fasolis. Beide Sportler schenkten sich nichts und mussten daher auch mehrmals verwarnt werden. Der Sieg ging schliesslich mit einer Split Decision an den Gebenstorfer.
Die beiden grössten Athleten im Feld waren der Hamburger Jörg Honnens mit einer Körpergrösse von 195cm und der 187cm grosse Gebenstorfer Shkumbim Shkodra (links im Bild unten). Dieser hatte gegen den erfahrenen Gegner nichts zu verlieren und boxte frech mit schnellen Händen. Die Entscheidung fiel aufgrund einer Verwarnung für den Hamburger am Schluss zu Gunsten des grossgewachsenen Gebenstorfers aus.


Ein technisch sauberer Kampf bildete den Abschluss der Leichtkontaktveranstaltung. Simone Abbamonte und Malte Schlottau zeigten ihr Können ohne dass der Ringrichter einmal einschreiten musste. Das Unentschieden war gerechtfertigt, auch wenn der Gebenstorfer danach extrem niedergeschlagen war.
Schlusswort
Das Leichtkontaktboxen ist eine Bereicherung für unsere Sportart. Es gilt Menschen für den Boxsport zu begeistern und ihn auch einer grösseren Masse zu öffnen. Nicht jeder junge Leichtkontaktboxer wird seinen Weg ins olympische Boxen machen. Es wäre auch unwahrscheinlich, dass aus jedem Talent ein Schweizermeister wird. Eine gute Beinarbeit, wie die von Arbnor Jashari, ist aber ein Schritt in diese Richtung.



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