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Larry Holmes kritisiert Klitschkos

21.01.2011 - Die Klitschkos sind im Schwergewicht seit Jahren das Nonplusultra, richtig spannende Kämpfe gab es auf Grund der allzu großen Überlegenheit in den letzten Jahren jedoch kaum. Sind die Klitschkos also nun dermaßen gut, oder ist die derzeitige Schwergewichtsszene einfach auf einem absoluten Tiefpunkt angekommen? Ringlegende Larry Holmes (Weltmeister von 1978-1985, Bild links im Kampf gegen Weaver) vermutet eher Letzteres. Seiner Meinung nach hätten es die Klitschkos zu seiner Zeit um einiges schwerer gehabt.

“Die Klitschkos sind echt nette Jungs, ich habe beide schon getroffen, zuletzt bei einer Filmpremiere in New York”, so Holmes. “Ich muss aber ehrlich bleiben – wenn diese Jungs gegen Muhammad Ali, Joe Frazier, Larry Holmes, Ken Norton, Ron Lyle oder Jerry Quarry gekämpft hätten, hätte man wahrscheinlich nichts von ihnen gehört. Sie können sich glücklich schätzen, dass sie zu einem Zeitpunkt geboren wurden, wo die amerikanischen Fighter ihre Leidenschaft verloren haben.”

“Die Klitschko-Brüder sind gute Kämpfer, sie wären zu meiner Zeit aber eher gute Herausforderer als gute Champions gewesen. Ihr Stil ist nicht gerade mitreißend. Man muss sich bewegen, tänzeln und Kombinationen schlagen. Das machen sie nicht, sie bringen vielleicht zwei oder drei Schläge, schlagen aber keine Kombinationen und sind sehr langsam. Ich bin kein großer Fan von ihnen, ich respektiere aber was sie machen, da sie gewinnen. Ich weiß aber, dass die Konkurrenz nicht so groß ist, wie wir sie damals in den 70er und 80er Jahren hatten.”

© adrivo Sportpresse GmbH 




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