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DOPING

08.03.2011 - Hier kurz die wichtigsten Punkte für Boxtrainer und Boxer zum Doping. Ausführlichere Informationen finden sich auf www.antidoping.ch

Die BoxerInnen verpflichten sich mit dem Unterschreiben der „Unterstellungserklärung“ beim Lösen der Lizenz (obligatorisch), dass sie weder Dopingmittel noch Dopingmethoden einsetzen.

Kontrollen finden i.d.R. an Meisterschaften statt, sowie bei Athleten im SwissBoxing Kader auch zuhause oder im Training.

Sobald Boxer ins National-Kader eingeteilt werden, müssen sie mit spontanen Kontrollen im Training oder Zuhause rechnen. Sie haben Swiss Olympic jedes Quartal eine (je nach Einteilung mehr oder weniger genaue) Planung einzuschicken. Adresswechsel oder längere Auslandaufenthalte müssen der Dopingbehörde gemeldet werden. Der Athlet wird ein Schreiben diesbezüglich erhalten. Bei Nichteinhaltung kann der Athlet 1 Jahr gesperrt werden.

Dopingvergehen im Boxsport meist aufgrund von Unwissenheit oder Fahrlässigkeit. Cannabis z.B. kann bis 3 Monate im Blut nachweisbar sein. „Da sich Cannabis unterschiedlich rasch im Körper abbaut, kann keine allgemeine Regel über die Absetzzeit gemacht werden. Es wird deshalb empfohlen, während der Wettkampfphase vollständig auf den Konsum von Cannabinnoiden (Cannabis, Haschisch, Marihuana....) zu verzichten. Vorsicht ist auch bei starker Gefährdung durch Passivrauchen geboten (kleine Räume mit viel Haschischrauch, schlechte Lüftung, lange Aufenthaltszeit in diesen Räumen. In der Schweiz betrafen im Jahr 2004 11 von 22 Dopingfälle Cannabis.

Seit 2004 ist Koffein nicht mehr auf der Liste der verbotenen Substanzen aufgeführt. Eine positive Dopingprobe wegen reichlichem Kaffeegenuss am Wettkampftag muss nicht mehr befürchtet werden. Nicht vergessen werden soll, dass hohe Koffeindosen (grösser als 6 mg pro kg KM) eher zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit führen, denn zu einer Verbesserung.“ (Antidoping.ch, 2010)

In der Wettkampfphase soll bei normalen Erkrankungen grundsätzlich immer zuerst auf der Liste auf antidoping.ch nachgeschaut werden, welches Medikament erlaubt ist.

>> Liste der erlaubten Arzneimittel bei banalen Erkrankungen 2011
http://www.antidoping.ch/files/download/de/101112_Medliste_banale2011_def.pdf

Doping ist im Sport allgemein und im Boxsport im speziellen unsinnig. Es gibt so viele Bereiche, die im Boxsport optimiert werden können, dass eine künstliche Steigerung schlicht wenig Sinn macht. Zudem ist das Verletzungsrisiko massiv höher, wenn z.B. Schmerzen durch Medikamente unterdrückt werden!

 

Stefan Käser 




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