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SwissBoxing Team besiegt Deutsches Box Team 8:2


 
Bericht (Text und Fotos) von Ueli E. Adam, Präsident Medienkommission

01.05.2011 - Unter dem Titel „Internationale Box-Night Romanshorn“ stand eine Veranstaltung nach dem neuen Einsatzkonzept des Verbandes für das SwissBoxing Team auf dem Programm. Mit dem Matchmaking wurde René Engler beauftragt, dem es gelungen ist, eine attraktive Begegnung gegen eine deutsche Auswahl zu organisieren. Die neue Ausrichtung sieht vor, dass Sportmanager Federico Beresini regionalen Veranstaltern eine Auswahl des Teams zur Verfügung stellt.

Damit sollen die Startmöglichkeiten der Athleten gegen starke ausländische Gegner verbessert werden. In Romanshorn ist dies geglückt und das Publikum wurde mit attraktiven Kämpfen optimal bedient. Vor 400 Zuschauern setzten sich die Schweizer gegen eine starke deutsche Auswahl mit teilweise überzeugenden Leistungen durch. Mehrere Schweizer Athleten zeigten gutes Boxen und haben damit Präsident Andreas Anderegg bestätigt, der sich mit Herzblut für die Förderung des Amateursportes einsetzt. 


 
Die Staffelkämpfe
 
Zino Meuli (SR St. Gallen) vs. Jürgen Sauer (D)

Der 18-jährige Junioren Schweizermeister (21 Kämpfe, Bild oben links) musste sich gegen den 27-jährigen schwäbischen Meister bewähren. Jürgen Sauer (23 Kämpfe) liess von Beginn weg eine gute Uebersicht erkennen, ohne den coolen St. Galler vorerst stark zu beeindrucken. Nach einem starken Start des Schweizers verbesserte sich der Deutsche aber klar und Meuli musste sich in der dritten Runde zweimal anzählen lassen. Mit einem schmeichelhaften 2:1 belohnte das Kampfgericht die gute Leistung Zino Meuli’s zu positiv und sorgte damit im deutschen Lager für Verstimmung.  


 
Andranik Hakobian (BC Baden) vs. Ibo Trena (D)

Dass sich der Badener (Bild oben links) nicht schnell beeindrucken lässt, bewies er auch gegen den deutschen Vizemeister. Der bullige 23-jährige Trena ist mit 43 Kämpfen ein erfahrener Mann und schnell wurde klar, dass die Begegnung für Hakobian nicht zum Spaziergang werden würde. Von Trainer Engin Köseoglu geschickt eingestellt zog sich der Schweizer über die Runden geschickt aus der Affäre, obschon Trena mächtig Druck machte. Das Verdikt von 3:0 für Hakobian nach einem harten Kampf ist vielleicht zu gut bewertet, da es im Ausland schwieriger zu holen wäre. Trotzdem geht der Sieg des Meisters aus Baden in Ordnung. 


 
Mic Pepshi (BC Buchs) vs. Matthias Karricaj (D)

Mit einer bemerkenswerten Leistung wartete der 18-jährige Junioren Schweizermeister aus Buchs (Bild oben links) auf. Er dominierte mit seinem Kampfinstinkt den Vizemeister aus Württemberg ganz klar. Der 23-jährige Matthias Karricaj (31 Kämpfe) wirkte zwar zu keinem Zeitpunkt inferior, musste sich aber schliesslich der ungestümen Kampfkraft des Schweizers beugen. Wenn Pepshi sich technisch verbessert und das Timing nicht vom Siegwillen, sondern von der Taktik diktieren lässt, ist von ihm noch viel zu erwarten. Sieger nach 3 Runden mit 3:0 Mic Pepshi.  


 
Kreshnik Nikq (BC Zürich) vs. Leonid Badinger (D)

Mit einem spektakulären Sieg bewies der 23-jährige Zürcher (Bild oben links), was in ihm steckt. Von Beginn weg überzeugte er mit sehr gutem Boxen und schon bald wurde klar, dass der ab der ersten Runde verunsicherte Deutsche keine Chance haben würde. Nikq machte bereits im zweiten Umgang alles klar und schickte Badinger mit einer harten Rechten auf die Bretter. Ringrichter Jörg Mangott nahm den schwer angeschlagenen Deutschen zu Recht mit einem RSC aus dem Kampf. Eine absolut bemerkenswerte Leistung des Schützlings von Matthias Luchsinger, der mit Nikq eine Stütze des SwissBoxing Teams ins Aufgebot schickte.  


 
Barazinje Nawshirwan (BC Zürich) vs. Avdi Aslani (D)

Schweizermeister Nawshirwan (Bild oben links) aus Zürich (33 Kämpfe) traf auf den badischen Meister Aslani, mit 43 Kämpfen ein erfahrener Mann. In einem zunächst ausgeglichenen Gefecht wusste sich der Zürcher gegen den boxerisch erstklassigen Deutschen in den ersten Runden gut zu behaupten, verlor aber in der dritten Runde zunehmend die Uebersicht. Einige harte Treffer von Aslani verfehlten die Wirkung nicht und waren wahrscheinlich dafür verantwortlich. Aslani holte sich damit verdient den einzigen Sieg für das deutsche Team, obschon auch dieses 3:0 Verdikt als knapp eingestuft werden muss. Der Zürcher wurde vielleicht im Hinblick auf einige schmeichelhafte Urteile zu Gunsten des Schweizer Teams auch Opfer der ausgleichenden Gerechtigkeit.

Damit stand das Resultat der Staffel-Begegnung (2 Punkte pro Sieg) fest: 8.2 für das SwissBoxing Team. 


 
Die Vorkämpfe

Auch die Vorkämpfe konnten sich teilweise sehen lassen. Absolut bemerkenswert war der Auftritt von Uke Smajli (SR Zürich, Bild oben links). Das 18-jährige Talent besiegte den württembergischen Meister Alexander Zenker nicht nur vom Resultat her klar. Mit variantenreichem Boxen und absolut bemerkenswerter Kampfkraft besiegte er einen durchaus valablen Gegner derart klar, dass das 3:0 Verdikt für einmal eindeutig gerechtfertigt war. Auch die beiden Club-Kollegen aus dem Sportring St. Gallen, Lorenz Huber und Dario Luccardi, wussten mit einem schönen Kampf zu gefallen. Die grössere Routine von Huber und die fehlende Kondition von Luccardi waren für den Ausgang schliesslich entscheidend. Der 18-jährige Huber siegte in seinem 21. Kampf diskussionslos mit 3:0.  Trotzdem darf angemerkt werden, dass der Rechtsausleger Luccardi sehr gut geboxt hat, technisch überzeugen konnte und bei besserer Vorbereitung ein Hoffnungsträger sein könnte. Mit einem klaren Fehlurteil kam Eljes Kamili zu einem Sieg über den Deutschen Denis Kebasic und begründete damit den Verdacht der deutschen Delegation, mit Heimurteilen bestraft zu werden. Mahmuti Kushtrim (D), auch er ein Mann mit mangelnder Kondition, konnte für den einzigen Sieg der Deutschen in den Vorkämpfen sorgen. Er besiegte den St. Galler Salvatore Chiarello, der angezählt und verwarnt werden musste, in einem Kampf ohne Höhepunkte klar mit 3:0 

Kommentar:

Trotz teilweise zweifelhaften Urteilen erlebten die 400 Zuschauer einen Boxabend, der sich sehen lassen durfte. Mit einem attraktiven Mix aus Sport und Show (Dance Projekt) in der wunderschönen EZO-Sporthalle Oberthurgau wurde beste Reklame für unseren Sport gemacht. Präsident Andreas Anderegg zeigte sich denn auch hochzufrieden mit dem Anlass, ohne die sportlichen Defizite auszublenden und brachte es mit einem Satz auf den Punkt: „Das Konzept stimmt!“ Das fand auch Ehrengast Luca Ruch, Mister Schweiz 2011, der mit seinem bescheidenen und fröhlichen Auftreten ebenfalls zu überzeugen wusste.


Resultate 

Rangking „Robert Nicolet-Trophy“ 

 


 




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