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Kinigamazi bleibt ungeschlagen



Bericht von Jack Schmidli

08.05.2011 – Der 28-jährige Wahl-Genfer Patrick Kinigamazi bleibt auch in seinem 16. Kampf als professioneller Boxer ungeschlagen. Er besiegte anlässlich der 7. „Nuit des Sports de combat“ in Petit-Lancy (GE) den aufsässigen Marokkaner Youness Laribi durch Disqualifikation in der 6. Runde.

Nach einer sechsmonatigen Ringabstinenz stieg der bislang unbesiegte Patrick Kinigamazi (16 Siege, davon 3 vorzeitige) gegen den in Italien lebenden Marokkaner Youness Laribi (6 Siege, 7 Niederlagen, 2 Unentschieden) ins Seilgeviert. Der als kampfstark bekannte Maghrebiner wurde ab dem 1. Gongschlag seiner Reputation gerecht und griff den Wahlgenfer nach einer kurzen Abtastphase vehement an. Doch der in der Rechtsauslage boxende Kinigamazi gab schon bald den Tarif durch und traf seinen Gegner mit einer chirurgisch präzis geschlagenen linken Geraden voll im Gesicht. Diese Aktion hielt den Marokkaner allerdings nicht davon ab, mit wilden Schwingern, die fast ausnahmslos in die Deckung Kinigamazi’s gingen, seinen Kontrahenten zu attackieren.

Ab dem 3. Durchgang übernahm der Heimboxer zunehmend die Initiative und traf seinen Gegner mit schönen und präzisen Treffern zu Körper und Kopf. Der energiegeladene Gastboxer gab indes nicht klein bei. Im Gegenteil: Die 3. Runde war seine beste und er konnte diese ausgeglichen gestalten. In Runde 4 öffnete sich ein Cut über dem rechten Auge des Genfers. Die unsaubere Gangart Laribi’s führte schliesslich zu einer ersten Ermahnung durch Ringrichter Beat Hausammann. Im weiteren Verlauf des Kampfes liess Laribi konditionell nach und er versuchte diesen Umstand mit Klammern und Halten zu kompensieren. Er fand aber kein (anderes) Mittel, dem technisch hervorragend agierenden Kinigamazi Paroli zu bieten. Wiederholt wurde er deshalb von Hausammann ermahnt.

In der sechsten der auf acht Runden angesetzten Auseinandersetzung kam es, wie es kommen musste: Der als „Juge unique“ agierende Beat Hausammann verwarnte Laridi dreimal wegen dessen unfairen Kampfesführung und disqualifizierte den Marokkaner schliesslich völlig zu Recht nach 2 Minuten und 20 Sekunden der 6. Runde.

Auf die Frage, ob ihn dieser Kampf weitergebracht habe, antwortete Kinigamazi, dieser hätte ihm mental etwas gebracht, denn es sei schwierig gewesen, ob der Kampfesführung seines Gegners die Nerven im Griff zu behalten. Sein Trainer Georgio Constantino sagte nach dem Kampf: „Das war ein Kampf zwischen einem guten Techniker und einem unfair agierenden Rauhbein. Patrick hat die ihm vorgegebene Linie sehr gut eingehalten und war technisch auf der Höhe. Gegner des Formats von Laridi bringen einen Boxer in dessen Entwicklung immer weiter“. Kinigamazi, der sich raschmöglichst einbürgern lassen möchte, strebt noch in diesem Jahr einen internationalen Titelkampf an.  




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