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Frauenboxen in Indien

Boom beim Frauenboxen in Indien

07.09.2009 - Der Beschluss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Frauenboxen ins Programm der Sommerspiele 2012 in London aufzunehmen, hinterließ in Deutschland und dem Rest Europas nur ein leises Echo. Ganz anders in Indien.

Dort erlebt Frauenboxen seit einigen Jahren einen nicht für möglich gehaltenen Boom. Er ist eng mit dem Namen Mangte Chungneijang Merykom verbunden. Unter der Kurzform Mary Kom wurde die 27-Jährige zur bekanntesten Sportlerin Indiens. Vor zehn Jahren verließ sie ihr Zuhause, um in ein Boxcamp im ostindischen Imphal zu ziehen. Sie gewann viermal Gold bei Weltmeisterschaften. Die Regierung hat ihr eine Stelle auf Lebenszeit bei der Polizei gegeben und ihr kürzlich den wichtigsten Sportpreis des Landes verliehen, dotiert mit 15 000 Dollar. Mary Kom ist Vorbild für viele junge Boxerinnen, die den Weg in die vom Staat finanzierten Hallen und Boxinternate suchen. Boxen gilt in Indien als Chance zum sozialen Aufstieg. "Mein Traum geht in Erfüllung", sagt Mary Kom zur Entscheidung des IOC. © Spiegel

 

 

 


 

 

 




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