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Mansour besteht Test

20.08.2011 - Amir “Hard Core” Mansour (15-0, 11 K.o.’s) konnte sich in der Nacht auf heute mit einem klaren Punktsieg gegen den erfahrenen Dominick Guinn (33-8-1, 22 K.o.’s) die nordamerikanische Meisterschaft nach Version der WBO und IBF sichern. Guinn hatte einige kritische Situationen überstehen, der sonst ausschließlich als Puncher bekannte Mansour zeigte über den Kampfverlauf von zehn Runden auch ausgezeichnete boxerische Fähigkeiten.

In der ersten Runde versuchte Mansour, sich Guinns Respekt zu verschaffen, doch der Veteran steckte trotz eines kurzen Wacklers Mansours Angriffe recht gut weg. Schon ab der zweiten Runde befand sich Guinn zumeist im Rückwärtsgang und versuchte, Mansours Angriffen aus dem Weg zu gehen. In der dritten Runde erzielte Mansour erneut Schlagwirkung, Guinn, der in seiner Karriere noch nie vorzeitig verloren hat, bewies aber erneut gute Nehmerfähigkeiten.

Auch in der vierten und fünften Runde blieb Guinn nach einigen Volltreffern stehen, eine neue Erfahrung für Mansour, der daraufhin auch immer wieder zum Körper ging und versuchte, Guinn in die Seile zu drängen. Mansour bewies in weiterer Folge gute technische Fähigkeiten und geriet nie in Gefahr, eine Runde abzugeben.

Obwohl der 39-jährige Mansour in seiner Karriere noch nie länger als vier Runden geboxt hatte, hatte er am Ende noch genug Kondition, um in den letzten zwei Runden eine Schlussoffensive zu starten. Es kam zu einigen spektakulären Schlagabtauschen, bei denen Guinn jedoch stets das Nachsehen hatte. Auf den Punktzetteln war der Sieg Mansours, der nun in die Top 15 der WBO vorrückt, eine ganz klare Angelegenheit, nur ein Punktrichter hatte eine Runde gefunden, die er Guinn geben konnte (Urteil: 100-90, 100-90, 99-91).

“Ich dachte, er wollte mich in Tiefe Gewässer führen, um mir in der sechsten oder siebten Runde dann schwer zuzusetzen”, sagte Mansour nach dem wichtigsten Sieg seiner Karriere. “Ich war aber bereit für zehn harte Runden. Er hat einige sehr harte Treffer weggesteckt, bei denen meine bisherigen Gegner alle K.o. gegangen sind. Er wollte irgendwann nur mehr überleben. Das ist das erste Mal, das ich mehr als vier Runden geboxt habe. Die Leute wussten vor dem Kampf nicht, ob ich boxen kann, ob ich die nötige Kondition habe, ob ich Schlägen ausweichen kann. Dieser Kampf hat jene Fragen beantwortet. Ich will gegen keine Flaschen boxen, um meine Statistik zu verschönern. Jeder, der vor mir in der Rangliste liegt, ist mein Ziel. Ansonsten verschwende ich meine Zeit.”

© adrivo Sportpresse GmbH

  




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