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Box-News vom 2. Oktober

02.10.2011 – Der von „The Ring“ und „Fight News“ sowie in zahlreichen Rangkings, nicht aber von den 4 Weltboxverbänden, als Weltmeister im Mittelgewicht geführte Argentinier Sergio „Maravilla“ Martinez (48 Siege, 2 Niederlagen, 2 Unentschieden, 27 KOs) besiegte gestern Nacht in Atlantic City (USA) den ehemaligen britischen Europameister Darren Barker (23 Siege, 1 Niederlage, 14 KOs) durch KO in der 11. Runde.



Dabei leistete der bis anhin ungeschlagene Brite grösseren Widerstand als erwartet. Barker agierte taktisch klug und machte dem Champion das Leben im Ring in einigen Runden richtiggehend schwer. Im letzten Kampfdrittel bekam der 36-jährige Argentinier aber schliesslich definitiv die Oberhand und schickte seien Herausforderer in der 11. Runde mit einem rechten Haken auf die Bretter. Zum Zeitpunkt des Kampfabbruchs lag Martinez mit 99-91, 97-93 und 96-94 in Front.


Pablo Hernandez neuer IBF-Weltmeister im Cruisergewicht

Der Kubaner Pablo Hernandez entriss gestern Abend in Neubrandenburg dem Marco Huck-Bezwinger Steve Cunningham aus den USA den Weltmeistergürtel des Verbandes IBF durch eine Technische Entscheidung in der 6. Runde.



In der 1. Runde traf Hernandez den Titelträger mit einem linken Haken an der Schläfe, worauf dieser den Ringboden aufsuchte und nur mit grösster Mühe wieder auf die Beine kam und sich schliesslich über die Runde retten konnte. In der dritten Runde und im sechsten Durchgang stiessen die beiden Klasseboxer mit ihren Köpfen aufeinander, worauf sich ein tiefes Cut auf Hernandez’s Stirn bildete. Refree Mickey Vann konsultierte in der Folge den Ringarzt, Dr. Wagner, und dieser riet zum Abbruch des Kampfes.

Nicht alle Zuschauer konnten diesen Entscheid nachvollziehen und waren der Ansicht, der Kampf hätte trotz der Verletzung fortgesetzt werden können. Cunningham fand nämlich nach dem Niederschlag in der 1. Runde immer besser in den Kampf und das Duell stand zum Zeitpunkt des Kampfabbruchs auf Messers Schneide. Die Punktrichter werteten den Kampf nach sechs Runden mit 58-55, 59-54 und 56-57 zu Gunsten von Hernandez. Der entthronte Cunningham sah im Urteil eine „abgekartete Sache“ und forderte einen Rückkampf.


Überforderter Sylvester verliert EM-Kampf

Im Kampf um den vakanten Europameistertitel im Mittelgewicht hatte Ex-Weltmeister Sebastian Sylvester (34 Siege, 5 Siege, 1 Unentschieden, 16 KOs) gegen den polnischen Shooting-Star Grzegorz Proksa (26 Siege, 19 KOs) nicht den Hauch einer Chance und verlor durch Abbruch nach der dritten Runde.

Sylvester fand gegen den Rechtsausleger aus Osteuropa kein Rezept und kassierte bereits in der 1. Runde zahlreiche klare Treffer. Ein stark blutender Cut über dem rechten Auge behinderte den Deutschen dermassen stark, dass dieser den Kampf nach dem 3. Durchgang nicht mehr fortsetzen konnte. Sylvester verlor zum fünften Mal im 40. Profikampf. Proksa bleibt nach dem 26. Kampf weiterhin ungeschlagen.

Jack Schmidli  




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