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Manny Pacquiano gewinnt durch Mehrheitsentscheid

13.11.2011 - Auch im dritten Teil der Trilogie zwischen Manny Pacquiao und Juan Manuel Marquez gab es keinen wirklich eindeutigen Sieger. Pacquiao hatte es am Ende vor allem seiner höheren Aktivität zu verdanken, dass er nach einem sehr ausgeglichenen Kampfverlauf auf zwei der drei Punktezettel vorne lag. Über das Urteil wird aber – wie bei den beiden vorangegangenen Duellen – wohl noch viel diskutiert werden.

Beide Boxer starteten mit viel Respekt in die Begegnung, da beide genau über die Fähigkeiten des Anderen Bescheid wussten. Am Ende der dritten Runde brachte Pacquiao einen guten rechten Haken ins Ziel, bei einem Schlagabtausch in der vierten Runde kam erstmals richtige Stimmung auf. Die fünfte Runde wurde klar von Marquez bestimmt, der mit rechts den bis dahin klarsten Treffer landete.

Pacquiao, der in seinen letzten Kämpfen kaum ernsthaft gefordert wurde, hatte sichtlich Probleme, mit Marquez’ exzellentem Timing zurechtzukommen, darüber hinaus fehlte seinen Schlägen heute über weite Strecken die nötige Präzision. Die neunte Runde konnte stellenweise an die Dramatik der vorigen Duelle anknüpfen, Pacquiao versuchte mehr Kraft in seine Schläge zu legen, kassierte dabei aber des Öfteren präzise Konterschläge von Marquez.

In der zehnten Runde bekam Pacquiao durch einen Zusammenstoß ein Cut über der rechten Augenbraue ab, das auf den Kampfverlauf aber keine Auswirkungen hatte. In der elften Runde setzte Pacquiao zwar mehr Treffer, die spektakuläreren Schläge waren jedoch bei Marquez. “Du bist am Gewinnen, der Kampf gehört dir”, so die Ansage von Marquez’ Trainer Nacho Beristain in der Pause zur letzten Runde. Ein schwerer taktischer Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte.

Marquez machte in der zwölften Runde klar zu wenig und überließ Pacquiao die Initiative. Zwei der drei Punktrichter gaben den zwölften Durchgang an Pacquiao, hätte sich Marquez etwas mehr angestrengt, hätte für ihn noch immerhin ein Unentschieden rausgeschaut. So siegte Pacquiao knapp mit einer Mehrheitsentscheidung (Urteil: 114-114, 115-113, 116-112).

“Meine Fans sind happy, weil ich gewonnen habe”, sagte Pacquiao im HBO-Ringinterview. “Der Gegner war schwierig, ich habe aber klar gewonnen. Er wartet, bringt seine Konter und schlägt nicht viel.” Auf den möglichen Kampf gegen Floyd Mayweather angesprochen, meinte Pacquiao: “Lasst es uns machen. Lasst uns den Fans einen guten Kampf bieten.”

“Das war die zweite Schiebung”, sagte ein sichtlich enttäuschter Marquez. “Der Sieg war dieses Mal noch klarer. Ich habe die klareren Treffer gelandet, das Publikum hat gegen das Urteil protestiert. Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Vielleicht höre ich auf, vielleicht auch nicht. Es ist schwierig, gegen einen guten Kämpfer und drei Punktrichter zu boxen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

  




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