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"The Cobra" gibt Debut

The Cobra: Boxprofi-Debüt im römischen Amphitheater

Bei den Amateuren gingen ihm die Gegner aus – deshalb boxt Arnold «The Cobra» Gjergjaj ab Samstag bei den Profis mit.

25.08.2009 - Wenn der 1,97-Meter-Hüne zuschlägt, ist für den Gegner meist Feierabend. Die Schläge von Arnold «The Cobra» Gjergjaj (links im Bild) vom Boxclub Basel treffen ihr Ziel mit einer Kraft von rund 250 Kilos. Mit dieser Urgewalt erboxte sich der Heizungsmonteur aus Pratteln zwei Schweizermeistertitel. Seine grösste Stärke: sein rechter Haken. «Der ist absolut tödlich», so sein Trainer Angelo Gallina, «eben wie der Biss einer Kobra». Nun wechselt Gjergjaj zu den Profis – als erster Basler überhaupt im Superschwergewicht. «Dort weht ein anderer Wind», so Gjergjaj. Monatelang hat er sich auf sein Debüt vorbereitet, Gewichte gestemmt, Waldläufe gemacht und vor allem Sandsäcke verprügelt.

Am Samstag gilt es dann ernst: Gjergjaj kämpft im Rahmen des 15. Boxeo im Römertheater in Augusta Raurica. «Mir ist wichtig, dass neben dem Sport auch kulturell etwas geboten wird», so Gallina, der den Event organisiert. Deshalb treten zwei Bands auf und bereits ab heute werden abends im Römertheater Boxfilme zur Einstimmung gezeigt. Aber wenn Gjergjaj in den Ring steigt, zählt nur noch eins: der Sieg. «Schliesslich soll er bald mal Klitschko umhauen», so Gallina. Jonas Hoskyn © 20 Minuten


«Es zählt nur der Sieg»

Arnold Gjergjaj bestreitet seinen ersten Profikampf

interview: daniel aenishänslin

Arnold «The Cobra» Gjergjaj (24)vom Boxclub Basel steht vor seinem ersten Kampf als Profi. Gegner des 1,98 Meter grossen und 110 Kilogramm schweren Gjergjaj ist am Samstag der Pole Dariusz Balla. Gekämpft wird im Theater Augusta Raurica (ab 19 Uhr).

BaZ: Arnold Gjergjaj, am Samstag steigt vor der imposanten Kulisse von Augusta Raurica Ihr erster Kampf als Profi. Wie fühlen Sie sich?

arnold gjergjaj: Es läuft alles ganz normal, wie immer. Die Nervosität wird unmittelbar vor dem Kampf sicher da sein, aber das gehört dazu. Für mich ist alles okay, so wie es läuft. Ich werde konzentriert in den Kampf steigen.

Was haben Sie sich für Ihre Premiere vorgenommen?

Die maximale Distanz dieses Kampfs beträgt vier Runden. Ich möchte aber schon nach zwei Runden als Sieger feststehen.

Sie gehen davon aus, durch K.o. zu siegen?

Wie ich gewinne, ist mir letztlich unwichtig. Es zählt nur der Sieg.

Was hat Sie zum Schritt ins Profilager bewogen?

Ich boxe nun seit neun Jahren. Im 2008 wurde ich bei den Amateuren Schweizer Meister im Superschwergewicht. Nur sind mir inzwischen in der Schweiz die Gegner ausgegangen. Es gibt im Moment keinen, der mich richtig fordern könnte. Dieser Schritt auf die nächsthöhere Stufe ist nun auch eine Suche nach neuen Herausforderungen.

Mussten Sie in der Vorbereitung noch mehr investieren, als Sie es sich bisher gewohnt waren?

Ja, auf jeden Fall. Das Training war grundsätzlich dasselbe, nur war die Vorbereitungsphase viel härter. Wir haben die Intensität deutlich gesteigert. Die letzten sechs Wochen habe ich täglich trainiert, obwohl ich noch immer zu 100 Prozent berufstätig bin. Neben der Arbeit und dem Training hatte gar nichts mehr Platz.

Am Samstag beginnt Ihre Profikarriere. Wohin soll sie führen?

Fünf bis sechs Jahre gebe ich mir Zeit. Dann möchte ich Weltmeister sein.

© Basler Zeitung

 

 

 

 


 

 

 




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